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Frankfurter Geschäftsleben : Für Feinschmecker, Ferrari-Fans und Frankfurt-Touristen

Mehr Platz für Ferraris: Das Autohaus Ulrich hat angebaut. Bild: Rainer Wohlfahrt

Die Edeka-Premium-Marke Scheck-in hat zwei neue Märkte eröffnet. Das Autohaus Ulrich hat angebaut, und Besucher aus Korea können jetzt auch in Sachsenhausen Töpfe und Pfannen kaufen. Zudem bekommt Hollister in My Zeil Gesellschaft.

          Abercrombie & Fitch in My Zeil

          Die kalifornische Modemarke Abercrombie & Fitch wird im November eine 700 Quadratmeter große Filiale im Einkaufszentrum My Zeil in der Frankfurter Innenstadt eröffnen. Das bestätigt Center-Manager Marcus Schwartz, der zurzeit alle Hände voll damit zu tun hat, den kompletten Umbau des Einkaufszentrums zu managen. Abercrombie übernimmt die Fläche von Comma und Promod und wird mit zwei Etagen Ankermieter in My Zeil.

          Petra Kirchhoff

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Lange Zeit war es still um die Marke, die zunächst einen regelrechten Hype gefeiert hatte. Wie bei Hollister – der etwas preiswerteren Tochtermarke, die von Anfang an ein Geschäft in My Zeil hat – war der Ansturm auf die Geschäfte so groß, dass Kunden Schlange stehen mussten, während vor der Ladentür junge Männer mit nacktem Oberkörper und Flipflops den Türsteher mimten. Irgendwann legte sich jedoch der Hype. Nun stehen die Zeichen wieder auf Wachstum. Wie die „Textilwirtschaft“ berichtet, sind Umsatz und Gewinn nach einer Neupositionierung und Bereinigung des Filialnetzes zuletzt wieder gewachsen. Wer weiß, ob die jungen Kunden im November nicht doch wieder Schlange stehen.

          Alles auf Rot bei Ulrich

          Fans der Luxussportwagen-Marke Ferrari bekommen an der Schmidtstraße seit kurzem glänzende Augen. Das hier ansässige Autohaus Ulrich hat Ende Juni seinen neuen Ferrari-Schauraum eröffnet und zählt jetzt mit einer Fläche von 3300 Quadratmetern nach eigenen Angaben zu den größten und modernsten Ferrari-Repräsentanzen in Europa. In einem eigens errichteten Neubau zeigt das 1959 gegründete Familienunternehmen auf zwei Etagen die komplette Palette der aktuellen Ferrari-Modelle.

          Geschäftsführer Frank Ulrich verspricht Besuchern ein „emotionales und qualitativ hochwertiges Erlebnis“. Als offizieller Ferrari-Partner bietet das Autohaus auch die Wartung aller aktuellen Modelle an ebenso den Service rund um Gebrauchtwagen. An fünf neuen Werkstattplätzen arbeiten die Mechaniker fortan hinter verglasten Türen.

          Scheck-in hoch drei

          Seit 2008 begeistert das Scheck-in-Center an der Ferdinand-Happ-Straße im Frankfurter Osten auf 5500 Quadratmetern alle, die Wert auf Auswahl und Frische bei Lebensmitteln legen. Scheck-in-Center, eine Marke aus dem Hause Edeka, sind Supermärkte auf Feinkost-Niveau mit einer Auswahl an 55 000 Artikeln, wie es heißt. Normalerweise böten Supermärkte zwischen 9000 und 14.000 Artikeln.

          Seit diesem Frühjahr gibt es auch ein Scheck-in-Center im Henninger Turm (2200 Quadratmeter) und seit kurzem eines am Hainer Weg im Stadtteil Niederrad (1500 Quadratmeter), der sich immer stärker vom Büro- zum Wohnquartier entwickelt. Damit ist Edeka mit seiner Premium-Marke so stark vertreten wie in keiner anderen Stadt in Deutschland. Alles in allem gehören bundesweit 15 Märkte zur Scheck-in-Gruppe, unter diesen auch ein 6000 Quadratmeter großes Feinkost-Flaggschiff in Mainz. Inhaber und Betreiber ist ein badisches Familienunternehmen, das Mitglied der Edeka-Gruppe ist.

          Dribdebach: Kaufhaus für Koreaner

          Nun hat es der erste Laden über den Main geschafft, der sich mit einem speziellen Marken-Angebot an Touristen aus Asien richtet, in diesem Fall an Besucher aus Südkorea. In einem hässlichen Bürohaus im Brückenviertel, an der Walter-Kolb-Straße, ist das „MJ Shopping-Center“ eingezogen. Früher war hier ein Matratzen-Geschäft. Betreiber ist die Offenbacher Im- und Export-Firma Westland, die nahezu dreißig Jahre ein Geschäft an der Kaiserstraße in Frankfurt hatte und das neue Kaufhaus nur ein paar Stunden am Tag speziell für Reisegruppen öffnet, die hier gezielt mit dem Reisebus vorfahren und ein Angebot der üblichen Marken (Montblanc, Zwilling, Fissler) vorfinden.

          Die Lage sei ideal, da sich schräg gegenüber ein koreanisches Restaurant befinde, sagt Geschäftsführerin Chi-Sook Kim. Dass der Betrieb bereits läuft, ist von außen nicht zu erkennen, da die Schaufenster mit einer Folie zugeklebt sind. Sie brauche die Fenster als Standfläche für Regale, sagt Kim. Daher gebe es kein Tageslicht.

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