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Rapperin Fiva in Frankfurt : Gegen den Lauf der Zeit

  • -Aktualisiert am

Rappen statt zappen: Nina „Fiva“ Sonnenberg Bild: David Dückminor

Einst TV-Moderatorin, heute Rapperin: Nina Sonnenberg alias Fiva stellt in Frankfurt ihr neues Album vor. Vielseitig und überraschend sind dabei nicht nur ihre Texte.

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          Seit Ende der neunziger Jahre ist Nina Sonnenberg unter dem Künstlernamen Fiva als Hiphop- und Spoken-Poetry-Künstlerin unterwegs, ihr Bühnenjubiläum feierte sie mit dem Ende Oktober vergangenen Jahres veröffentlichten Album „Nina“. Seit jeher wandte sie sich gegen viele Stereotype des Genres, etwa indem sie dem weitverbreiteten aggressiven Tonfall humorvolle und nachdenkliche, zuweilen hintersinnig politische Reime entgegensetzte.

          Musikalisch begann Fiva, die unter ihrem bürgerlichen Namen als Moderatorin beim mittlerweile eingestellten TV-Sender ZDFkultur bekanntgeworden war, zunächst stilecht mit einem DJ, seit 2010 arbeitete sie mit wechselnden Musikern. 2016 produzierte sie das Album „Keine Angst vor Legenden“ zusammen mit der wie sie selbst aus München stammenden Jazzrausch Bigband, in der Folge brachte Fiva ein bis zu 20 Personen umfassendes Ensemble aus Bläsern und Streichern und Rock-Instrumenten auf Festival- und Clubbühnen. Mut zum Risiko paart sich bei Fiva mit einer gewissen Nonchalance, ihre Schlagfertigkeit auf und abseits der Bühne kleidet sie am liebsten in entwaffnenden Charme. Selbstbewusstsein und eine Lust am Hinterfragen vermittelt Sonnenberg in ihren klugen Songtexten ebenso wie als Moderatorin und Dokumentarfilmerin, etwa in ihrer Radiosendung im österreichischen FM4, in TV-Dokumentationen für 3Sat oder als Moderatorin des Begleitprogramms der Berlinale.

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