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Beamter festgenommen : Neue Spur zum mutmaßlich rechtsextremen Polizei-Netzwerk

Rechtsextremes Netzwerk in der hessischen Polizei? Die Ermittler haben offenbar eine neue Spur (Symbolbild). Bild: dpa

Im Falle des mutmaßlich rechtsextremen Netzwerks innerhalb der hessischen Polizei gibt es eine neue Wendung. Ein Beamter wurde vorläufig festgenommen und vom Dienst suspendiert, wie der hessische Innenminister bestätigte.

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          Im Fall des mutmaßlich rechtsextremen Netzwerks innerhalb der hessischen Polizei gibt es offenbar eine neue Spur. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist ein Verdächtiger vorläufig festgenommen worden. Der Mann, der zu der Gruppe jener Frankfurter Beamten gehören soll, die sich über einen Chat rechtsextreme Inhalte zugeschickt haben sollen, wurde dem Vernehmen nach erkennungsdienstlich behandelt. Anschließend wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. Zudem wurde seine Wohnung per richterlichem Beschluss durchsucht, mehrere Datenträger wurden sichergestellt.

          Katharina Iskandar
          Verantwortliche Redakteurin für das Ressort „Rhein-Main“ der Sonntagszeitung.

          Inzwischen hat das hessische Innenministerium die Festnahme bestätigt. Innenminister Peter Beuth (CDU) sagte, man sei „den Verdachtsmomenten konsequent nachgegangen“. Er sei „froh, dass die Ermittlungen nun zu einem Tatverdächtigen geführt hätten“, auch, wenn er es „nicht hinnehmen will und kann, dass es sich hierbei um einen Polizisten handelt“. Der Beamte sei bereits suspendiert. Auch disziplinarrechtliche Konsequenzen würden geprüft. Man werde „nicht zulassen, dass die erfolgreiche Arbeit der Polizei durch einzelne schwarze Schafe in Mitleidenschaft gezogen wird“. Die Festnahme sei ein Beleg dafür, dass die Polizei alles unternehme, um rechtsextremistische Tendenzen konsequent zu verfolgen.

          Was für die Ermittler ausschlaggebend war, den Verdächtigen in Gewahrsam zu nehmen, ob möglicherweise der Fall Lübcke eine Rolle spielt, blieb zunächst unklar. Wie berichtet, war der Verdacht gegen die fünf Frankfurter Beamten schon Ende vergangenen Jahres aufgekommen, als bekannt geworden war, dass sich mehrere Polizisten rechtsextreme Inhalte zugeschickt hatten. Die Spur führte ins 1. Polizeirevier in Frankfurt. Von einem Computer der Dienststelle wurden Daten der Frankfurter Anwältin Seda Basay-Yildiz abgerufen, die daraufhin mitsamt ihrer Familie mit dem Tod bedroht worden war. Unterschrieben waren die Schreiben mit NSU 2.0. Das hessische Landeskriminalamt hatte daraufhin die Ermittlungen übernommen. Mehrere Polizeibeamte wurden inzwischen suspendiert.

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