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Neue Pläne für den Stadtteil : Unterirdisch durchs Europaviertel

Verkehrsfläche: Unter dem Europagarten sollen künftig Autos und die Stadtbahn fahren. Bild: Kammerer, Bernd

Große Pläne sind geschmiedet für den neuen Stadtteil in Frankfurt: 2015 beginnt der Bau des Tunnels unter dem Europagarten. Auch die Messe hat viel vor.

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          Der Bau des Verkehrstunnels unter dem Europagarten, der zentralen Grünfläche im Europaviertel, soll im August 2015 beginnen. Voraussichtlich innerhalb eines Jahres werde die Unterführung in Verlängerung der Europaallee fertiggestellt. Diesen Zeitplan nannte der für die Verkehrsanschlüsse des neuen Stadtteils zuständige Vertreter des Amts für Straßenbau und Erschließung, Ingo Kühn, im Ortsbeirat2. Vom Sommer 2016 an würden Autos unter dem Europagarten hindurchfahren können, sagte Kühn. Die bisher nur in Teilen angelegte Grünfläche soll bis zum Sommer2017 komplett bepflanzt werden.

          Bernd Günther
          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Bau des Europatunnels, der außer Fahrbahnen auch die Gleise der künftig ins Europaviertel führenden U-Bahn-Linie5 aufnehmen soll, ist ein wesentlicher Teil der Verkehrsanbindung des neuen Quartiers. Zwar gibt es nach Kühns Worten für Autos, Radfahrer und Fußgänger schon Wege zu den benachbarten Stadtteilen Gallus, Kuhwald und Rebstock; weil der westlich der Emser Brücke gelegene Abschnitt des Europaviertels aber immer weiter wachse, gewinne der durchgehende Ausbau der Europaallee aber an Bedeutung, so Kühn. In der Mitte der zentralen Verkehrsachse seien zudem die Gleise für die Stadtbahnlinie U5 zu verlegen. Dazu müsse die Europaallee in ihrem mittleren Abschnitt verbreitert werden. Das soll noch dieses Jahr geschehen. 2015 werde dann der Bau der unterirdischen Station am Güterplatz beginnen, wofür derzeit die Versorgungsleitungen im Boden neu geordnet würden.

          Neue Pläne für die Messe

          In den Jahren danach würden an der westlich an den Güterplatz anschließenden oberirdischen Trasse drei weitere Stationen errichtet: an der Emser Brücke, unmittelbar östlich des Europagartens und nach dessen Unterführung am westlichen Rand des Europaviertels. Geplant sei, die über den Hauptbahnhof hinaus verlängerte Strecke der U5 in den Jahren 2021/22 in Betrieb zu nehmen, sagte der für den Stadtbahnbau zuständige Projektleiter der Verkehrsgesellschaft Frankfurt, Kai Mumme. Die derzeit im Quartier fahrende Buslinie46 werde erhalten.

          Auch die Messe Frankfurt hat große Pläne im Europaviertel: Auf einem Grundstück an der Emser Brücke will sie einen neuen Südeingang errichten. Das Projekt werde 2016 angegangen, sagte Oliver Schell, der das Verkehrsmanagement der Messe Frankfurt verantwortet. Das Vorhaben sei Teil des „Masterplans2022“ für die Entwicklung des Messegeländes; er umfasse auch den Neubau der Messehalle 7 bis 2019 und der Halle 5 bis 2022 sowie ein verändertes Konzept für die An- und Abfahrt von Besuchern und Ausstellern.

          Arbeiten am Rebstock beginnen bald

          Verbessert werden sollen die Parkmöglichkeiten auf dem Rebstock-Areal, das schon jetzt bei Bedarf als Messeparkplatz genutzt werden kann. Dazu sollen etwa Grünflächen an der Max-Pruss-Straße mit Rasengittersteinen befestigt werden. Umbaupläne gibt es auch für den früheren ADAC-Verkehrsübungsplatz am Rebstock; dort werden ebenfalls Stellflächen mit asphaltierten Zufahrten geschaffen.

          Über die Nutzung des Rebstockgeländes hat die Messe nach Angaben von Schell mit der Stadt einen langfristigen Vertrag abgeschlossen. Darin sei auch geregelt, dass im Rebstockpark geparkt werden dürfte. Bürger monierten, dass die Wege bei nassem Wetter erheblich unter dem Verkehr litten. Schell wies aber darauf hin, dass bei großen Publikumsmessen wie der Internationalen Automobilausstellung nicht auf die Stellplätze verzichtet werden könnte. Die Arbeiten am Rebstock sollen in wenigen Wochen beginnen und bis zur Messe Automechanika im September abgeschlossen sein. Laut Schell ist auch vorgesehen, bis zu 400 neue Bäume zu pflanzen.

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