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Entwurf für Städtische Bühnen : Das Ufo ist noch nicht gelandet

Spektakel am Ufer: Blick vom Main auf den Testentwurf für die Bühnen. Bild: Simulation OMA

Die Debatte über die Städtischen Bühnen in Frankfurt geht weiter: Stararchitekten haben einen Entwurf für den Osthafen angefertigt – die CDU war daran nicht unbeteiligt.

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          Bei der Elbphilharmonie in Hamburg ist die Strategie aufgegangen. Zu Beginn der Planung gab es dieses verführerische Bild: Wie ein gezackter Eisberg saß der Konzertsaal auf dem alten Hafenspeicher, davor kreuzten die Schiffe. Diesen am Computer generierten Entwurf wollte die Stadt unbedingt haben. Koste es, was es wolle. Die Elbphilharmonie ist ein Beispiel dafür, welche Sogwirkung Bilder entwickeln können. Projektentwickler und Architekten wissen das. Sie zeichnen ihre Bauvorhaben stets in verheißungsvollen Farben.

          Rainer Schulze

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Ein Bild gibt es nun auch von den Städtischen Bühnen. Der Projektentwickler Jürgen Groß, der mit seinen Bauten das Stadtbild prägt, hat das Architekturbüro OMA um einen Entwurf für einen Neubau der beiden Spielstätten auf dem Raab-Karcher-Areal im Osthafen gebeten. Dessen Gründer, der Stararchitekt Rem Koolhaas, war aber offenbar nicht eingebunden. Zu sehen sind zwei helle, kreuzförmige Gebäude, deren Wände sich nach oben biegen, als Anspielung auf die umgekehrt verlaufenden Brückenbögen in der Nachbarschaft. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, in welche Reihe ihr Entwurf gehört, nennt OMA in der Studie auch gleich Referenzprojekte: das Opernhaus in Sydney, das Guggenheim-Museum in Bilbao, die Oper in Oslo – Look-at-me-Architektur vom Feinsten, Ikonen der neueren Architekturgeschichte.

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