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Ältestes Haus in Eschborn : Neue Pläne für Alte Mühle

Altes Gemäuer: Die Mühle sollte für vier Millionen Euro saniert werden. Bild: Cornelia Sick

Für 1,4 Millionen Euro hat die Stadt Eschborn die Mühle vor Jahren gekauft. Erklärtes Ziel: das ältestes Gebäude in der Kommune der Öffentlichkeit zugänglich machen. Nur winkten Gastronomen ab. Jetzt nimmt die Stadt einen neuen Anlauf.

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          Nach der Abwahl von Bürgermeister Mathias Geiger (FDP) ist die schnelle Sanierung der Alten Mühle in Eschborn endgültig vom Tisch. Wie es CDU, SPD und Grüne in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen haben, wird jetzt wieder einmal neu geplant. Der Magistrat der Stadt hat in seiner Sitzung Anfang November ein neues Nutzungs- und Raumkonzept für die Alte Mühle beraten und an die Stadtverordnetenversammlung weitergeleitet. In der Sitzung am 28. November wird abschließend darüber beraten.

          Heike Lattka

          Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Taunus-Kreis.

          In der aktuellen Planung entstehen durch neu zu errichtende Gebäude zusätzliche Nutzflächen von rund 240 Quadratmetern. Im Bestand der Alten Mühle gibt es bisher Platz auf 470 Quadratmetern. Die Gesamtfläche des Innenhofes beträgt zirka 290 Quadratmeter.

          Ein Gastronom für die Mühle

          Nach den Vorstellungen der derzeitigen Rathaus-Mehrheit, die den neuen Bürgermeister Adnan Shaikh (CDU) im Wahlkampf stützte, soll ein Teil der Räume künftig multifunktional genutzt werden wie es schon im Bürgerzentrum Niederhöchstadt der Fall ist. Den Plänen zufolge erhält das Mühlengebäude einen Zwischenbau und eine Küche, die an einen Gastronomen verpachtet werden soll. Der Pächter soll ebenso die Bewirtung der Außenanlage und des gesamten Hauses übernehmen.

          Die neu hinzugekommenen Räume, die eine Größe von bis zu 55 Quadratmeter haben, sollen von der Stadt beispielsweise für Familienfeiern und Seminare vermietet werden. Über dieses Konzept diskutieren die Stadtverordneten in der Sitzung Ende November.

          Wie Bürgermeister Geiger mitteilte, kann nach Beschlussfassung der zuständige Fachbereich Planen und Bauen die detaillierte Planung fortsetzen, um so bald wie möglich mit der Sanierung der Alten Mühle beginnen zu können. Eile ist geboten: Das älteste Gebäude in Eschborn war 2007 vom damaligen Bürgermeister Wilhelm Speckhardt (CDU) für 1,4 Millionen Euro gekauft worden mit dem Ziel, es der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Es folgten zahlreiche Workshops und Nutzungsideen, die allesamt verworfen wurden. Da mehr als ein Jahrzehnt lang nicht saniert wurde, verfällt die Alte Mühle von Tag zu Tag mehr. Doch alle Pläne scheiterten bisher stets daran, dass Gastwirte wenig Interesse an dem Objekt zeigten.

          Mehr als ein Jahrzehnt später unternahm Geiger in diesem Jahr mitten im Wahlkampf den Vorstoß, das historische Gebäude ohne zusätzliche Bauten für insgesamt vier Millionen Euro zu sanieren und lediglich eine kleine Küche einzubauen. Dieser Vorschlag scheiterte in der Stadtverordnetenversammlung zwei Mal. Im Gegenzug beschloss die neu formierte Rathausmehrheit nun einen Ausbau, der durch Ergänzungsbauten attraktiver für die Vereinsnutzung werden soll. Diesem Ansinnen entspricht die neue Magistratsvorlage.

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