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Netzwerkspezialist : Euromicron insolvent

  • Aktualisiert am

Netzwerkspezialist in Not: Das Unternehmen Euromicron ist insolvent. Bild: dpa

Euromicron hat bekannt gegeben, insolvent zu sein. Gespräche über einen Überbrückungskredit für den Netzwerkspezialisten seien gescheitert.

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          Der Netzwerkspezialist Euromicron AG ist insolvent. Wie der Konzern mit Sitz in Neu-Isenburg am Montagabend mitteilte, ist vom Amtsgericht Offenbach über das Vermögen der Aktiengesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Der Vorstand hatte schon am 10.Dezember einen Antrag auf ein Schutzschirmverfahren für die Holding des Konzerns gestellt, nachdem Gespräche über einen Überbrückungskredit gescheitert waren. Die Gesellschaft sei überschuldet, hieß es. Drei Tage später war die Sprecherin des Vorstands, Bettina Meyer, abberufen, am 19.Dezember als zunächst vorläufiger, inzwischen endgültiger Insolvenzverwalter der Rechtsanwalt Jan Plathner eingesetzt worden. Um die Liquidität der Tochtergesellschaften zu sichern, hatte die Bremer Zech Group AG am 20.Dezember bis zum Jahresende einen Massekredit über fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

          Euromicron zählt nach eigenen Angaben 1900 Mitarbeiter in 40 Standorten weltweit, in Neu-Isenburg arbeiten ungefähr 100 Frauen und Männer. Der Konzern befasst sich mit Digitalisierung und Vernetzung, so hat Euromicron die Hauptbahnhöfe von Hamburg, Köln und Hannover mit Videotechnik ausgerüstet. Auch Rechenzentren zählen zu den Kunden. Im Bericht für die Monate von Januar bis September ist ein Verlust von 7,8 Millionen Euro ausgewiesen, die Verschuldung lag bei 104 Millionen Euro. Die Aktie ist seit Bekanntwerden des Schutzschirm- und nunmehr des Insolvenzverfahrens von 3,66 auf 0,13 Euro gefallen.

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