https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/nasses-kaltes-fruehjahr-enorm-schlechte-honigernte-17486018.html

Imkerverband Hessen : Honigernte so schlecht wie lange nicht

  • Aktualisiert am

Magere Beute: Das nasse und kalte Frühjahr beschert den Imkern eine schlechte Honigernte. Bild: dpa

Hessens Imker gehen von einer „ganz enorm unterdurchschnittlichen“ Honigernte aus. Schuld sei das kalte und nasse Frühjahr. Die Zahl der Bienenvölker sei aber gestiegen.

          1 Min.

          Das kalte und nasse Frühjahr hat den hessischen Imkern eine der schlechtesten Honigernten seit langem beschert. Man gehe von einer „ganz enorm unterdurchschnittlichen“ Ausbeute aus, sagte Manfred Ritz, der erste Vorsitzende des Landesverbands hessischer Imker in Kirchhain. „Wir haben ein Jahr, wie ich es in den letzten 40 Jahren in der Imkerei noch nicht erlebt habe“, sagte er mit Blick auf das Wetter im Frühling, das die Insekten am Ausschwärmen gehindert habe.

          „Die Blüten waren da, aber es war regnerisch, nass und kalt. Die Bienen können dann ja nicht raus.“ Die Tiere selbst seien aber gut durch die mittlerweile beendete Saison gekommen: „Die haben sich trotzdem gehalten, sie haben ja von ihren Vorräten gezehrt.“ Besonders in Südhessen gab es Ritz zufolge Ertragseinbrüche. Im Norden habe man Anfang Juni Glück gehabt, dass der Raps noch geblüht habe, als es warm und sonnig geworden sei.

          Tiere auf den Winter vorbereiten

          Der Verbandsvorsitzende schätzte, dass in diesem Jahr durchschnittlich zwölf oder 13 Kilo Honig pro Bienenvolk zusammenkommen. In normalen Jahren liege der Schnitt bei etwa 30 Kilo. Beim Preis müsse sich die „miserable“ Ernte nicht zwingend bemerkbar machen – da seien die Imker durchaus „human“. Derzeit geht es für die Bienenhalter darum, gegen die schädliche Varroamilbe vorzugehen und ihre Tiere bereits auf den Winter vorzubereiten.

          Die Zahl der Honigbienenvölker in Hessen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. 2021 seien rund 3000 neue Völker hinzugekommen, die Gesamtzahl liege nun bei rund 68.000. „Aber wir hatten mal 113.000“, sagte Ritz und verwies auf Daten aus den 1960er Jahren. Man dürfe nicht vergessen, dass die Bienen die Hauptbestäuber seien.

          Weitere Themen

          Der Handstand ist doch möglich

          Geht doch!  : Der Handstand ist doch möglich

          Turnen war immer ein Graus, ein Handstand ein Ding der Unmöglichkeit. Im fortgeschrittenen Alter hat unser Autor es nun doch noch gelernt.

          Topmeldungen

          Grund zum Jubeln: Die Grünen-Spitzenkandidatin Mona Neubaur freut sich mit ihren Parteifreunden über die ersten Prognosen bei der NRW-Landtagswahl.

          Grüne in NRW : So stark wie nie. Und jetzt?

          Ihr Wahlerfolg ist für die Grünen in Nordrhein-Westfalen ein großer Triumph, aber auch eine Bürde. Nicht nur ihre Spitzenkandidatin Mona Neubaur muss jetzt Farbe bekennen.
          Erdogan beim NATO-Gipfel in Brüssel

          Streit in der NATO : Der Diktator in den eigenen Reihen

          Die NATO muss das Veto der Türkei gegen die Aufnahme Schwedens und Finnlands überwinden. Das geht vermutlich nur mit moralisch zweifelhaften Angeboten an Ankara.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.
          Frankfurt Jobs
          Jobs in Frankfurt finden
          Immobilienmarkt
          Immobilien kaufen, mieten und anbieten
          Immobilienbewertung
          Verkaufen Sie zum Höchstpreis