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Schäfer-Gümbel-Nachfolge : Faeser kandidiert für Vorsitz der Hessen-SPD

Nancy Faeser im vergangenen August im hessischen Landtag. Bild: Michael Kretzer

Nancy Faeser bewirbt sich um die Nachfolge von Thorsten Schäfer-Gümbel als Chefin der hessischen SPD. In drei Themen will sie gezielt Schwerpunkte setzen.

          Nancy Faeser, Generalsekretärin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der hessischen SPD, bewirbt sich um die Nachfolge des Parteivorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel. Das kündigte sie am Donnerstagabend in einer Sitzung des Landesvorstandes in Butzbach an. Wie berichtet, hatte Schäfer-Gümbel in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass er beim Landesparteitag am 2. November nicht noch einmal als Vorsitzender kandidieren werde. Am 1. Oktober will er sein Landtagsmandat und damit auch sein Amt als Fraktionschef aufgeben, um in den Vorstand der Entwicklungshilfe-Gesellschaft GIZ zu wechseln.

          Ewald Hetrodt

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Er habe inhaltlich und menschlich Maßstäbe gesetzt, hieß es in einer „persönlichen Erklärung“, die Faeser verbreiten ließ. „Es gilt, die Partei nach dem enttäuschenden Wahlergebnis vom 28. Oktober neu zu motivieren.“ An den Wahlkampfthemen Bildung, Mobilität und Wohnen will die 48 Jahre alte Juristin festhalten.

          Als eigene Schwerpunkte nannte sie den Klimaschutz, die Aufwertung der sozialen Berufe und bessere Arbeitsbedingungen für die Landesbediensteten. Der Landesvorstand wird Anfang Mai wieder zusammenkommen. Bis dahin können weitere Kandidaten ihren Hut in den Ring werfen. Als Interessent wird beispielsweise Michael Roth gehandelt. Der Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär im Auswärtigen Amt soll an der Sitzung gestern Abend nicht teilgenommen haben.

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