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Nahverkehr in Corona-Zeiten : Erst mehr aufs Rad, dann mehr ins Auto

Leere Haltestelle: Die Hessen fahren während der Pandemie lieber mit dem Fahrrad als mit dem Bus. Bild: Frank Röth

Besonders in Hessen ist der öffentliche Nahverkehr wegen der Corona-Pandemie gemieden worden. Experten sehen darin nicht nur einen kurzfristigen Trend. In den kalten Monaten dürfte deshalb allerdings der Autoverkehr zunehmen.

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          In Hessen sind Busse und Bahnen wegen der Corona-Pandemie noch stärker gemieden worden als in anderen Bundesländern: Die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs verringerte sich um 20 Prozent, während der Rückgang im Bundesdurchschnitt nur zehn Prozent betrug. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie von Wissenschaftlern der Frankfurt University of Applied Sciences.

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Forschungsgruppe „Research Lab for Urban Transport“ hat sich mit den kurz- und langfristigen Folgen der Corona-Krise für Mobilität und Logistik beschäftigt. Teil des Projekts war eine repräsentative Befragung von rund 2000 Erwachsenen in der Zeit vom 17. bis 21. August.

          Experten rechnen mit Zunahme des Autoverkehrs

          Seltener als die Bewohner anderer Bundesländer fahren die Hessen mit dem Rad zur Arbeit; dafür fiel hierzulande in der Corona-Zeit der Zuwachs stärker aus: Der Anteil jener, die meist im Sattel das Büro ansteuern, erhöhte sich im Vergleich zu 2019 von 5,2 auf 6,5 Prozent (bundesweit von 8,8 auf 9,3 Prozent). Die Umfrage bestätigte auch, dass die Mobilität während der Krise allgemein abnahm, worunter der stationäre Einzelhandel zu leiden hatte.

          Die meisten der 19 Verkehrsexperten, die von den Forschern zusätzlich befragt wurden, rechnen nach dem Ende der Pandemie mit einer Zunahme des Autoverkehrs und einer langfristig geringeren Auslastung von Bahn und Bus.

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