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Nachtflugverbot in Frankfurt : Darum gibt es so viele späte Starts und Landungen

Nachtflüge haben in Deutschland einen Rekordstand erreicht: Start eines Flugzeugs vom Flughafen in Hamburg. Bild: dpa

Das Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen gerät unter Druck: Vor allem der Trend bei verspäteten Landungen hat zuletzt zugenommen. Daran sind auch Ryanair und Co. schuld.

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          Der Vorschlag von Frankfurts Sportdezernent Markus Frank (CDU) kam zu einer denkbar ungünstigen Zeit. Die Idee, die Nachtflugregelung für die Zeit der Fußball-Europameisterschaft 2024 auszusetzen oder zu modifizieren, um die Chancen Frankfurts als Austragungsort zu verbessern, fällt ausgerechnet in eine Phase, in der die Klagen über spätabendlichen Flugverkehr zunehmen. Kritiker meinen, von einer sechsstündigen Betriebsruhe könne schon längst keine Rede mehr sein.

          Helmut Schwan

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie oft kommt es zu Verspätungen?

          Im vergangenen Jahr starteten laut hessischen Verkehrsministerium in Frankfurt 440 Flugzeuge nach 23 Uhr (2016 waren es 342 gewesen). 704 Mal setzten Maschinen später als eigentlich erlaubt auf (2016: 464). In diesem Jahr hat sich der Trend vor allem bei den verspäteten Landungen noch erheblich verstärkt. Allein in den Monaten Mai und Juni wurde mit zusammen 387 Verspätungen das Kontingent des gesamten Vorjahres fast erreicht. Für das erste Halbjahr spricht das Ministerium von 570 Verspätungen, die Stabsstelle für Fluglärmschutz in Frankfurt kommt sogar auf 593.

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