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Nachhaltige „Mainbecher“ : Verhaltene Nachfrage

  • -Aktualisiert am

Pappkameraden: Die Kunden bei Wacker’s bevorzugen Einwegbecher. Bild: Aders, Hannah

Zuerst verkaufte sich der umweltfreundliche „Mainbecher“ gut. Nun aber greifen die Kunden wieder zum Pappbecher. Das hat auch mit der Angst vor Corona zu tun.

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          Er ist umweltfreundlich, besteht aus natürlichen Rohstoffen und kann bequem gegen eine Pfandmarke getauscht werden: Der Mainbecher ist im September ein Jahr alt geworden. 30.000 Stück der grauen Pfandbecher sind mittlerweile im Umlauf und können in 122 Cafés, Bäckereien oder Tankstellen aufgefüllt oder wieder zurückgegeben werden. Bis Ende 2021 sollen 150.000 davon im Umlauf sein, sagt Stefan Röttele, Sprecher der FES, der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH: „Wir haben gute Optionen, den Becher weiter auszuweiten.“

          Momentan sei es allerdings schwierig, neue Cafés zu gewinnen. Das liege daran, dass die Kunden aufgrund der Corona-Pandemie unsicher seien, ob das Trinken aus dem Mainbecher hygienisch sei. Viele würden dann doch lieber zum Einwegbecher greifen, sagt Röttele. Dabei sei der Mainbecher aus hygienischer Sicht absolut vertretbar: „Der Kunde erhält immer einen sauberen Becher.“

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