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Nach Vorfeldstreik : Millionenklage gegen Gewerkschaft abgewiesen

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Vor kreuzenden Flugzeugen warnte dieses Schild im Februar 2012 während eines Streiks auf dem Vorfeld des Frankfurter Flughafens Bild: dpa

Für die Gewerkschaft der Flugsicherung hat der Vorfeldstreik von 2012 kein unangenehmes Nachspiel. Air Berlin, Fraport und Lufthansa sind mit Schadenersatzklagen vor dem Arbeitsgericht Frankfurt gescheitert.

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          Im Streit um den Vorfeldstreik am Frankfurter Flughafen im vergangenen Jahr muss die federführende Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) keinen Schadensersatz leisten. Das Arbeitsgericht Frankfurt hat die Klage der Fluggesellschaften Lufthansa und Air Berlin sowie des Flughafenbetreibers Fraport auf 9,2 Millionen Euro abgewiesen. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, Berufung ist zugelassen.

          Über einen Zeitraum von zwei Wochen im Februar vergangenen Jahres waren wegen des Streiks rund 1700 Flüge am größten deutschen Flughafen ausgefallen. „Dieser Streik war weder unverhältnismäßig noch hat er die Arbeitskampfparität verletzt“, erklärte der Arbeitsrichter zur Urteilsbegründung.

          GdF deutet auf Fraport

          Je nach Zählweise hätten wegen der Gegenmaßnahmen der Fraport 86 bis 90 Prozent des geplanten Flugverkehrs stattgefunden. Das Gemeinwohl sei bei dieser hohen Auffangquote nicht bedroht gewesen. Den Airlines stehe zudem kein eigener Schadensersatzanspruch zu, weil sie nicht direkt bestreikt worden seien. „Auswirkungen auf Dritte hatte die Gewerkschaft gar nicht in der Hand.“

          Die GdF reagierte erfreut auf das Urteil, das man in dieser Klarheit nicht erwartet habe. Die Fraport treffe eine Hauptschuld an der Eskalation des damaligen Arbeitskampfes, sagte GdF-Sprecher Mathias Maas. Die Gesellschaft müsse sich auch den Schaden mindestens bis zu der einstweiligen Verfügung zurechnen lassen, die erst etliche Tage nach Streikbeginn beantragt worden sei.

          Kläger warten Begründung ab

          Lufthansa, Air Berlin und Fraport wollten zunächst die schriftlichen Urteilsgründe abwarten. Es sei aber davon auszugehen, dass das Verfahren durch alle Instanzen bis zum Bundesarbeitsgericht weiter verfolgt werde, erklärten die Unternehmen gemeinsam.

          Der Konflikt wurde im vergangenen Frühjahr mit neuen Tarifverträgen für die Vorfeldleute beigelegt. Zum Vertragsschluss wurden aber nur juristische Schritte gegen die streikenden Personen, nicht aber gegen die Gewerkschaft ausgeschlossen.

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