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Nach tödlichem Unfall auf A60 : Polizei schnappt mutmaßliche Handyfilmer

  • Aktualisiert am

Todesfalle: In diesem Wrack verbrannte der Fahrer nahe Ginsheim-Gustavsburg Bild: dpa

Sie sollen einen brennenden Lastwagen auf der A60 gefilmt haben, statt dem Mann im Führerhaus zu helfen. Nach einer öffentlichen Fahnung hat die Polizei die beiden Männer festgenommen.

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          Die Polizei hat die beiden Männer geschnappt, die bei einem Unfall gefilmt haben sollen, wie ein Mann in seinem Lastwagen verbrannte. Einer von ihnen stellte sich selbst den Ermittlern, nachdem die Behörden ein Foto im Internet veröffentlicht hatten. Die Tatverdächtigen sind 33 und 36 Jahre alt, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Darmstadt am Donnerstag mitteilten.

          Der Lastwagenfahrer war am 8. Juli auf der Autobahn 60 bei Ginsheim-Gustavsburg im Kreis Groß-Gerau an einem Stauende auf einen stehenden Sattelzug aufgefahren. Dabei wurde der 59 Jahre alte Fahrer in seinem Führerhaus eingeklemmt. Beide Fahrzeuge fingen Feuer. Während zwei Ersthelfer vergeblich versuchten, den Eingeklemmten zu befreien, sollen die beiden Verdächtigen mit ihren Handys die Szene gefilmt haben.

          Ob das stimmt, soll nun die Auswertung der Mobiltelefone zeigen. Wann die Ergebnisse der Untersuchung vorliegen, war nach Angaben der Staatsanwaltschaft zunächst unklar. Die Ermittler wollen auch herausfinden, ob die Rettung des Fahrers möglich gewesen wäre, wenn die beiden Männer geholfen hätten.

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