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Frankfurt : Nach Rocker-Schießerei ermittelt nun das LKA

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Einschlag: Ein Beamter der Spurensicherung an einem Einschussloch nach der Schießerei unter Rockern Anfang Juli in Frankfurt Bild: dpa

Schüsse in Frankfurt, verletzte Rocker, ein bewachtes Krankenhaus. Die jüngste Schießerei unter Hells Angels hat erneut gezeigt, wie brutal das Milieu seine Fehden austrägt. Jetzt greift das Landeskriminalamt ein. Bislang fehlt eine Spur zu den Schützen.

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          Nach der mutmaßlichen Hells-Angels-Schießerei mitten in Frankfurt und angesichts der anhaltenden Fehde rivalisierender Rockergangs hat das hessische Landeskriminalamt (LKA) die Ermittlungen übernommen. Es seien bereits „umfangreiche polizeiliche Maßnahmen“ eingeleitet worden, teilte die Behörde mit.

          Unter anderem seien die Streifen verstärkt worden, um ein weiteres Aufeinandertreffen im Rocker-Milieu zu verhindern. Weitere Details nannte das LKA nicht. Es gebe bislang aber auch keine Hinweise auf größere Auseinandersetzungen in der Szene.

          Zwei Charter seit 2011 verboten

          Zuletzt hatten Schüsse unter Hells-Angels-Mitgliedern am Rand des Frankfurter Bahnhofsviertels für Aufsehen gesorgt. Die Kontrahenten gehörten den Hells Angels an, sie sind nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft Mitglieder zweier unterschiedlicher Gruppen der Rocker-Vereinigung, sogenannter Charter aus Gießen und vermutlich aus Frankfurt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Freitag fehlt von den Schützen aber noch eine heiße Spur.

          Zwei Frankfurter Charter hatte das hessische Innenministerium 2011 verboten. Nach der Schießerei mit mehreren Verletzten hatten die Rocker eine traditionelle Rocker-Fahrt durch Frankfurt abgesagt.

          Hells Angels werden immer wieder mit Straftaten wie Schutzgelderpressung, Drogen-, Waffen- und Menschenhandel in Verbindung gebracht. Im Frankfurter Rotlichtviertel arbeiten Mitglieder der Gruppe unter anderem als Bordellbetreiber, Wirtschafter oder Türsteher.

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