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Nach Hitzeperiode : Wie knapp ist die Wasserversorgung im Taunus?

Sind dazu angehalten, Wasser zu sparen: Bewohner der Taunus-Kommunen Bild: dpa

Die Hitzeperiode der vergangenen Monate zeigt erste Auswirkungen auf die Wasserförderung in Taunus-Kommunen. Vor allem in Kelkheim wird das Trinkwasser langsam knapp.

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          Die ersten Taunus-Kommunen stoßen mit der Wasserförderung an ihre Grenzen. Die Stadt Kelkheim meldet eine akute Trinkwasserknappheit im gesamten Stadtgebiet. Mit Lautsprecherdurchsagen der Feuerwehr wurden die Bürger am Montag und gestern dazu aufgerufen, auf die Bewässerung von Garten und Rasen zu verzichten und keine Schwimmbecken zu füllen. Seit Beginn der Hitzeperiode würden vor allem nachts enorme Mengen Wasser entnommen, warnte die Stadt.

          Bernhard Biener

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Hochtaunuskreis.

          Der Verbrauch liege um 60 Prozent über dem am 23. Juni registrierten, üblichen Wert von 3300 Kubikmetern. Die Leistung eigener Brunnen lasse sich nicht steigern, sie könnten die Versorgung nicht mehr lange sicherstellen. Auch der Bezug von Hessenwasser lasse sich kaum noch erhöhen.

          Zum Wassersparen aufgerufen

          2018 hatten die höhergelegenen Kelkheimer Stadtteile Ruppertshain und Eppenhain von der Feuerwehr mit einer Leitung versorgt werden müssen, weil sie nur Wasser aus eigenen Brunnen beziehen und deren Pegelstände sanken. Königstein und Kronberg haben jetzt ebenfalls wegen des hohen Verbrauchs gewarnt und zum Wassersparen aufgerufen.

          Kronberg hatte 2018 eine Gefahrenabwehrverordnung erlassen, um das Wassersparen notfalls durch Androhung eines Bußgelds durchsetzen zu können. Diesem Beispiel ist vor kurzem Königstein gefolgt.

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