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Nach Frankfurter Gewalttat : Gefahrenzone Bahnhof

Zeichen von Trauer: Reisende haben Blumen abgelegt, um des umgebrachten Kindes zu gedenken. Bild: Imago

Muss rund um die Gleise mehr Kontrolle herrschen? Nach dem Mord an einem Jungen im Frankfurter Hauptbahnhof wird so intensiv über Sicherheit diskutiert wie lange nicht. Die Bundespolizei will künftig mehr Präsenz zeigen.

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          Als Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Dienstag seinen Urlaub unterbrach, um nach dem Mord im Frankfurter Hauptbahnhof zu versprechen, es werde dort künftig mehr in die Sicherheit investiert: Da haben das alle, die sich darum kümmern, gerne, aber auch mit einer Portion Skepsis gehört. Der Frankfurter Hauptbahnhof ist für die Security der Deutschen Bahn, die Bundespolizei und ihre Kollegen von der Landespolizei Hessen eine Herausforderung. Und das rund um die Uhr. Täglich kommen und gehen dort rund 450.000 Reisende. Die meisten hasten durch die Halle, sind in Gedanken, nehmen kaum etwas wahr, ärgern sich allenfalls darüber, dass ihr Zug wieder Verspätung hatte.

          Helmut Schwan

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Aber der Frankfurter Hauptbahnhof ist auch ein Ort, an dem Menschen aufeinander losgehen, sich anschreien oder anspucken. Viele von ihnen sind alkoholisiert. Die meisten solcher Vorfälle werden nicht dokumentiert. Aber sogar die Zahl der registrierten Straftaten geht in die Tausende, die Skala reicht von der Beleidigung bis zum Totschlag. Und seit Montag wissen wir: Der Hauptbahnhof ist auch der Ort eines grauenhaften Verbrechens. Eine Mutter und ihr acht Jahre alter Sohn wurden vor einen einfahrenden ICE auf die Gleise gestoßen. Der Junge wurde dabei getötet. Die Mutter überlebte, körperlich zwar weitgehend unversehrt, aber sie erlitt einen schweren Schock.

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