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Mann im Norweger-Pulli : Fahndung nach Blockupy-Straftäter

Gesucht: Der Vermummte im Norweger-Pulli Bild: Polizei

Während der Blockupy-Krawalle soll ein Demonstrant an der Hanauer Landstraße einen Polizisten schwer verletzt haben. Nun sucht ihn die Polizei per Foto. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig.

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          Die Polizei fahndet nach einem jungen Mann, der während der Krawalle rund um die Blockupy-Proteste am 18. März einen Polizisten schwer verletzt haben soll. Wie die Behörde mitteilt, hatte sich der Demonstrant nach derzeitigen Erkenntnissen gegen 12 Uhr an einer Absperrung an der Kreuzung von Hanauer Landstraße und Uhlandstraße befunden, dort soll er dem Polizisten von hinten mit so großer Wucht gegen die Wade getreten haben, dass der Beamte einen Muskel- beziehungsweise Sehnenriss erlitt. Anschließend tauchte der Täter in der Menschenmenge unter.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Beamten sind bei der Auswertung des Videomaterials auf den etwa 1,80 Meter großen Brillenträger aufmerksam geworden, der sich mit einem schwarzen Tuch maskiert hatte. Zudem trug er blaue Jeans und eine auffällige Wolljacke mit Kapuze („Norweger-Art“) in den Farben Grau und Braun; zudem graue Trekkingschuhe mit roten Schnürsenkel-Halterungen und eine schwarz-graue Umhängetasche. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 75 55 31 11 entgegen.

          „Es ist nicht auszuschließen, dass noch weitere Öffentlichkeitsfahndungen folgen werden“, sagte gestern der Polizeisprecher weiter. Bisher sei erst ein geringer Teil des umfangreichen Videomaterials ausgewertet worden, das die Straftaten vom 18. März zeige. Wie lange die Auswertung der Filmsequenzen noch dauern werde, sei nicht absehbar.

          Generell gestalten sich die Ermittlungen gegen die Personen, die im Zuge des Blockupy-Protests Straftaten begangen haben, schwierig. Bisher ist die Staatsanwaltschaft in lediglich einem Fall überzeugt, einem Aktivisten seine Taten auch nachweisen zu können. Vergangene Woche wurde bekannt, dass gegen den Italiener Frederico A. Anklage wegen schwerer Körperverletzung und Landfriedensbruchs erhoben wurde. A. war unmittelbar nach den Krawallen verhaftet worden.

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