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Nach Bayern-Wahl : Hessen-FDP ruft CDU indirekt zu Leihstimmen auf

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Seitenblick: FDP-Chef Hahn (links) hofft bei Hessen-Wahl auf indirekte Hilfe von Bouffiers CDU Bild: dpa

Nach der Bayern-Wahl muss auch die Hessen-FDP wieder um ihren Einzug in den Landtag bangen. Stimmen aus dem Unions-Lager sollen helfen. Die Grünen wiederum wollen keine Stimmen an die Linke abgeben.

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          Nach dem Scheitern der bayerischen Liberalen hat Hessens FDP für die Landtagswahl am kommenden Sonntag (22. September) indirekt um Leihstimmen von der CDU geworben. Nur mit einer starken FDP könne Schwarz-Gelb in Hessen weiter regieren, sagte FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn „Handelsblatt Online“. „Ich gehe davon aus, dass dies auch der hessische Spitzenkandidat der CDU weiß“, sagte er an die Adresse von Regierungschef Volker Bouffier.

          Hahn kündigte an, die Liberalen werden „mit Hund, Katz und Maus für eine starke FDP kämpfen“. In den Umfragen liegt die FDP bei der Landtagswahl in der Nähe der Fünf-Prozent-Marke.

          TSG: „Noch immer zuversichtlich“

          Er halte nichts von Leihstimmen, sagte dagegen Ministerpräsident Bouffier dem Fernsehsender n-tv zur Bundestags- und Landtagswahl. Jeder sei Konkurrent. Hessens CDU-Chef zeigte sich jedoch überzeugt, dass die hessische FDP wieder dem Landtag in Wiesbaden angehören werde. In Bayern seien die Liberalen traditionell schwach. Die FDP müsse jetzt ihr beträchtliches Potential - auch im Bereich der Nichtwähler - mobilisieren.

          Der „großartige Erfolg“ der CSU werde der Union in Hessen einen ordentlichen Schub geben, meinte CDU-Generalsekretär Peter Beuth am Montag. Die hessische SPD verwies dagegen darauf, dass die Uhren in Bayern anders gingen. In Hessen gebe es eine klare Wechselstimmung, sagte SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel. „Ich bin immer noch zuversichtlich.“ CDU und FDP versuchten zwar, ihn im Wahlkampf persönlich anzugehen. Er persönlich wolle aber weiter auf Inhalte setzen.

          Al-Wazir: Nichts verschenken

          Nach dem enttäuschenden Abschneiden der Partei in Bayern kündigten die Grünen an, in Hessen auf ihre Kernthemen Energie und Bildung zu setzen. Schwarz-Gelb wolle der Energiewende den Garaus machen, kritisierte Grünen-Chef Tarek Al-Wazir. Er appellierte an Grünen-Wähler, nicht ihre Stimme an die Linke „zu verschenken“. Diese werde sicherlich nicht mehr dem Landtag angehören.

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