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Nach Anwerbung an Schulen : Hessen will Frühwarnsystem gegen Salafisten

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„Die Anwerbung von Schülern durch radikale Salafisten macht nicht an den hessischen Landesgrenzen halt“, mahnt Hessens Innenminister Rhein (CDU) Bild: dpa

„Die Anwerbung von Schülern durch radikale Salafisten macht nicht an den hessischen Landesgrenzen halt“, sagt Innenminister Rhein. Er will deshalb ein bundesweites Frühwarnsystem.

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          Hessen will mit einem bundesweiten Frühwarnsystem verhindern, dass muslimische Schüler von Salafisten angeworben und im syrischen Bürgerkrieg eingesetzt werden. Die Präventionsvorschläge will Innenminister Boris Rhein (CDU) während der Innenministerkonferenz ab Mittwoch in Osnabrück vorstellen. „Die Anwerbung von Schülern durch radikale Salafisten macht nicht an den hessischen Landesgrenzen halt“, erklärte Rhein in Wiesbaden.

          Aus ganz Deutschland sind nach Angaben der Sicherheitsbehörden mehr als 200 Muslime nach Syrien gereist, um dort als Dschihadisten gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad zu kämpfen. Salafistische Prediger werben die Freiwilligen an - manchmal direkt auf dem Schulhof. So zogen aus dem Rhein-Main-Gebiet neun Schüler in den Bürgerkrieg.

          Oft spürten Familien oder Freunde, dass junge Männer radikaler werden; es werde jeoch zu selten Beratung oder Hilfe gesucht, erklärte Rhein. Wie im Kampf gegen Rechtsextremismus sollen deshalb unter anderem Telefon-Hotlines geschaltet werden. Angehörige, Lehrer, Freunde oder Arbeitgeber sollten besser informiert werden. Hessen biete an, den Aufbau eines  bundesweiten Netzwerks zu koordinieren.

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