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Nach Angaben des RKI : Weiterer Anstieg im Rekord-Hotspot Frankfurt

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Ein Schild vor dem Frankfurter Römer mahnt zur Einhaltung der Maskenpflicht. Bild: dpa

In Hessen ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Samstag so hoch wie noch nie. 1730 neue Fälle sind laut dem Robert-Koch-Institut innerhalb von 24 Stunden erfasst worden. Zudem gibt es sieben weitere Corona-Todesfälle.

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          Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen hat sich am Samstag in Hessen auf 1730 erhöht. Das sind 772 mehr als noch am Freitag. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte, gibt es sieben weitere Todesfälle in Verbindung mit Corona. Die Todesfälle in Verbindung mit der Pandemie summieren sich auf 607 bei insgesamt 31.128 bestätigten Infektionen seit März. Etwa 21.500 davon sind ausgestanden, schätzt das RKI. Gut 9000 Corona-Fälle sind derzeit noch aktiv nach dem sprunghaften Anstieg der Infektionen.

          Die Sieben-Tage-Inzidenzen liegen in 16 von 27 Kreisen und kreisfreien Städten deutlich über der höchsten Warnstufe ab 75 Neuinfektionen. Frankfurt bleibt dabei ein Rekord-Hotspot. Für die Stadt weist das RKI nun 173 neue Corona-Fälle binnen sieben Tagen unter 100.000 Menschen aus. In keiner anderen Metropole in Deutschland sind die Zahlen so hoch. Am Vortag hatte der Wert noch bei 135 gelegen.

          Wegen der stark steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen verschärfen immer mehr Kommunen in Hessen die Regeln. So gilt etwa in Darmstadt von Samstag an eine Maskenpflicht in der Fußgängerzone. Im Vogelsbergkreis sind für Veranstaltungen nur noch maximal 150 Teilnehmer zugelassen.

          Anderswo wurden bereits schärfere Regeln umgesetzt, so hat Frankfurt eine Sperrzeit für die Gastronomie ab 23.00 Uhr eingeführt, in weiten Teilen der Innenstadt muss eine sogenannte Alltagsmaske getragen werden.

          Die für die Entwicklung der Corona-Pandemie wichtige Kennziffer von 75 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen war zuletzt in zahlreichen Kreisen und Städten in Hessen überschritten worden. Damit wurde zugleich die höchste Corona-Warnstufe erreicht, die betroffenen Kommunen haben deshalb wieder stärkere Einschränkungen erlassen, um eine weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie einzudämmen.

          Das hessische Sozialministerium veröffentlicht täglich eine Übersicht der Corona-Entwicklung, aufgeschlüsselt nach Kreisen und kreisfreien Städten. Es bezieht sich dabei auf Zahlen des RKI. In den ersten Wochen der Pandemie berücksichtigte es auch Daten des Hessischen Landesprüfungs- und Untersuchungsamts im Gesundheitswesen beim Regierungspräsidium Gießen, dem die Gesundheitsämter die jeweils neuen Fälle melden müssen. Um Einheitlichkeit herzustellen, nimmt das Ministerium nun nur noch die RKI-Angaben.

          Aus Frankfurter Sicht ist grundsätzlich wichtig: Die am Flughafen genommenen positiven Tests werden nicht der Stadt zugeordnet. Vielmehr schlagen sie sich nach Angaben des Sozialministeriums in der Statistik des Gesundheitsamts nieder, das für den jeweiligen Reiserückkehrer zuständig ist. Das kann auch das Frankfurter Amt sein oder ein anderes in Hessen, aber eben auch eine Behörde in einem anderen Bundesland.

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