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Musterschule : Förderung für musikalisch Begabte

Die Musterschule Bild: Frank Röth

Vor zwei Jahren verlieh das hessische Kultusministerium der Musterschule den Titel „Schulisches Zentrum für Musik und Begabtenförderung“. Damit hat sie einen landesweit einzigartigen Auftrag zur Förderung von musikalisch besonders begabten Jugendlichen.

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          Von Hause aus ist Schulleiter Stefan Langsdorf Naturwissenschaftler. Doch wenn in einem Orchester der Musterschule Not am Mann ist, dann greift er schon mal selbst zu Posaune oder Tuba. In der Regel kommen die Ensembles aber ohne seine Hilfe aus: Seitdem Anfang der neunziger Jahre der Schwerpunkt Musik und die Zusammenarbeit mit dem Hoch'schen Konservatorium begründet wurde, kamen immer mehr junge Instrumentalisten und Sänger an das Gymnasium. Vor zwei Jahren verlieh das hessische Kultusministerium der Bildungsstätte den Titel „Schulisches Zentrum für Musik und Begabtenförderung“.

          Matthias Trautsch

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Damit hat die Musterschule einen landesweit einzigartigen Auftrag zur Förderung von musikalisch besonders begabten Jugendlichen. Diese Bestimmung erfüllt sie unter anderem mit einer zusätzlichen wöchentlichen Musikstunde für Fünft- und Sechstklässler, mit Musikklassen von der Jahrgangsstufe sieben an und mit Grund- und Leistungskursen Musik in der Oberstufe. Von dieser Förderung sollen nicht nur Kinder profitieren, die schon im Elternhaus an die Musik herangeführt wurden: Wer kein Instrument spielt, kann in Kursen und Neigungsgruppen eines erlernen.

          Die Ausrichtung auf Musikförderung ist das jüngste Kapitel in einer mehr als zweihundertjährigen Schulgeschichte. Die Frankfurter Bürgerschaft gründete die Musterschule 1803 als „Probier- und Experimentierschule“. Ihren Namen erhielt sie, weil sie als Vorbild für andere Bildungsstätten dienen sollte. Trotz ihrer zwischenzeitlichen Spezialisierung steht die „Muster“ auch musikalisch Uninteressierten offen. Sie finden dort, wie Langsdorf sagt, die „üblichen Angebote eines guten, normalen Gymnasiums“. Dazu zählen die Möglichkeiten, Französisch als erste Fremdsprache zu wählen und in der Oberstufe fächerübergreifende Informatikkurse zu belegen. Derzeit wird das Gymnasium umgebaut: Bis zum Sommer sollen die Erweiterung der Aula, die Schülerbibliothek und der Pausenhof fertiggestellt sein. Eine neue Mensa ist schon in Betrieb.

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