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Sammlung eines Weinhändlers : Liszts Regenschirm und Beethovens Locke

  • -Aktualisiert am

Blick ins Musikhistorische Museum: Friedrich Nicolas Manskopf inmitten seiner Kostbarkeiten. Bild: Institut für Stadtgeschichte

Der Weinhändler Friedrich Nicolas Manskopf aus Frankfurt sammelte rund 120.000 Objekte, darunter Liszts Regenschirm und Beethovens Locke. Welche Bedeutung sein Wirken hatte und warum ihn mancher heute als „Freak“ bezeichnet.

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          Sammler sind glückliche Menschen. Aus einem inneren Drang heraus häufen sie Dinge an, folgen einem Bedürfnis, dessen Erfüllung ihnen Glück bedeutet. Das knappe Statement klingt logisch und wird, wenn in seinem Werk auch nicht auffindbar, unverdrossen Goethe zugeschrieben. Seine Bestätigung findet es in der Person eines anderen großen Frankfurters: Friedrich Nicolas Manskopf.

          Dem Spross einer wohlhabenden Weinhändlerfamilie scheint die Sammelleidenschaft 1869 in die Wiege gelegt worden zu sein. Und eine gehörige Portion Musikbegeisterung dazu. Schon als Jugendlicher begann er, der Tonkunst verbundene Objekte zusammenzutragen. Als er 27 Jahre alt war, umfasste die Kollektion 30.000 Objekte: „Reliquien, Musikalien, Bücher, Urkunden, Originalmanuskripte, Karikaturen, Medaillen, Opern- und Konzertzettel, Büsten, Handschriften, Porträts bedeutender Musiker und musikliebender Fürsten aller Nationen des XIV. Jahrhunderts bis zur Gegenwart“, wie es in einem „Fremdenführer der Stadt Frankfurt“ aus dieser Zeit heißt.

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