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Bauvorhaben am Flughafen : Ein Luftschloss?

300 Millionen Euro soll das Projekt die Investoren kosten. Bild: ©Archimation 2016

Am Frankfurter Flughafen soll die Multifunktionsarena „The Dome“ gebaut werden. Sie soll Platz für 23.000 Zuschauer bieten. Doch es ist Vorsicht geboten.

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          Wenn unversehens Projektentwickler auftauchen, die eine Multifunktionsarena in Frankfurt errichten wollen, ist Vorsicht geboten. Zu viele derartige Projekte sind schon angekündigt worden, von denen bald nichts mehr zu hören war. In den neunziger Jahren war es die Idee eines Superdomes im Osthafen, die die Kommunalpolitiker elektrisierte; im Jahr 2005 wurde der Vorschlag publik, eine solche Mehrzweckhalle neben dem Waldstadion zu errichten.

          Nun tritt die bisher in Frankfurt nicht in Erscheinung getretene Katz Group auf den Plan. Sie möchte eine riesige Halle in unmittelbarer Nähe des Flughafens errichten. Das 300-Millionen-Euro-Projekt samt Hotel ist für sage und schreibe 23.000 Zuschauer ausgelegt und wäre damit die größte Immobilie ihrer Art in Europa. „The Dome“ könnte Superstars der Popmusik anziehen, denen die Festhalle zu klein ist, die aber das Waldstadion meiden.

          Ein weiteres Luftschloss? Diese naheliegende Frage lässt sich noch nicht seriös beantworten. Die Unternehmensgruppe des kanadischen Milliardärs Daryl Katz bringt das nötige Wissen und Kapital mit, um ein solches Projekt zu stemmen. Die von ihr engagierten Planer genießen in der Branche einen guten Ruf. Und die vorgelegten Entwürfe machen einen durchdachten Eindruck.

          Zurückhaltende Reaktionen

          Die Reaktionen von Vertretern der tonangebenden Parteien im Römer auf das Vorhaben fielen im Gespräch mit dieser Zeitung allerdings zurückhaltender aus, als es die Initiatoren des „Dome“ erlebt haben wollen. Das hängt mit dem Ausschreibungsverfahren für Bau und Betrieb einer Multifunktionshalle am Kaiserlei zusammen, das nach jahrelangem Hin und Her kurz vor dem Abschluss steht.

          Der Frankfurter Sportdezernent Markus Frank (CDU), der viel Energie in das Kaiserlei-Projekt investiert hat, will sich nicht auf den letzten Metern vom konkurrierenden Vorhaben der Katz Group aus der Bahn werfen lassen. Auch um Schadenersatzansprüche zu vermeiden, ist die Stadt gut beraten, während eines laufenden Ausschreibungsverfahrens nicht in Gespräche mit Investoren für ein Alternativprojekt einzutreten.

          Sollte das Vorhaben am Kaiserlei allerdings scheitern, was durchaus möglich ist, spricht viel dafür, möglichst rasch mit der Katz Group in intensive Verhandlungen einzutreten. Das von ihr angeführte Konsortium verspricht anders als der von der Stadt favorisierte Bieter für das Kaiserlei-Areal, ohne Bürgschaft der öffentlichen Hand auszukommen. Und die Verkehrsanbindung wirkt ebenfalls überzeugender als die Lösung an der Stadtgrenze von Frankfurt und Offenbach.

          Matthias Alexander

          Redakteur im Feuilleton.

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