https://www.faz.net/-gzg-7kllf

„Müssen Aktionärsinteressen wahren“ : Fraport sieht geplante Lärmobergrenze kritisch

  • Aktualisiert am

Lärmpausen ja, Lärmobergrenze eher nein: Fraport-Chef Schulte Bild: Röth, Frank

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport verspricht Fortschritte beim Lärmschutz. Die von Schwarz-Grün geplante Lärmobergrenze sieht der Vorstand aber kritisch.

          1 Min.

          Fraport-Chef Stefan Schulte hat sich gegen weitere Regulierungen des Flugbetriebs in Frankfurt ausgesprochen, aber auch Fortschritte im Lärmschutz versprochen. „Gemeinsame Lösungen zum Beispiel für mehr Lärmschutz kann es nur auf Basis des bereits höchstrichterlich bestätigten Planfeststellungsbeschlusses geben, sagte Schulte in Frankfurt. Weitere Lärmpausen, wie im schwarz-grünen Koalitionsvertrag vereinbart, würden auf dieser Grundlage geprüft.

          Kritisch sieht der Flughafenbetreiber Fraport die von Schwarz-Grün geplante Lärmobergrenze. Dort seien noch viele Fragen offen. Fraport sei als börsennotiertes Unternehmen rechtlich in seinem Handlungsrahmen nicht frei und müsse die Interessen aller Aktionäre, auch der Minderheitsaktionäre, wahren. „Wir werden uns der Diskussion aber nicht grundsätzlich verschließen“, sagte Schulte.

          Fraport sei ebenso wie die neue Landesregierung an maximaler Lärmminderung interessiert. Dort werde es sicher schon bald Fortschritte geben. Aber weitere Betriebsbeschränkungen seien für den Flughafen, der bereits heute die härteste Nachtflugregelung habe, hoch problematisch.

          Weiteres Wachstum

          „Der Frankfurter Flughafen ist das Tor zur Welt für Hessen und für Deutschland, das wir in einer globalisierten Welt dringend brauchen – und zwar wettbewerbsfähig und das trotz der bereits jetzt schon eingeschränkten Betriebszeiten“, wird Schulte in einer Fraport-Mitteilung zitiert. Der Flughafen müsse auch, wie im Planfeststellungsbeschluss definiert, weiter wachsen können, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.

          Schulte verwies auf „die wichtigen Verbindungen für unsere exportorientierte hessische und deutsche Wirtschaft“. Denn nur auf diese Weise könne der Flughafen weiterhin eine wichtige Quelle für Arbeitsplätze und den Wohlstand der Menschen in der Rhein-Main-Region sein.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          F.A.Z. exklusiv : Wie die Krise Familien verändert

          Zwischen Verzweiflung und Glück: 25.000 Familien sind in einer Studie befragt worden, wie sie die Corona-Krise erleben. Welche Familien hart getroffen sind – und für welche die Krise eine Erleichterung ist.
          Eine Frau demonstriert in Minneapolis gegen die brutale Polizeigewalt gegen Afroamerikaner in Amerika

          Polizeigewalt in Amerika : „Ein wiederkehrender Alptraum“

          Wieder ist ein Afroamerikaner nach einem brutalen Polizeieinsatz gestorben. Die beteiligten Beamten aus Minneapolis in Minnesota wurden entlassen. Ähnliche Fälle gehen häufig straflos aus.
          Gedenkort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde in Berlin

          Bedrohung durch Euthanasie : Zorn, der nicht vergeht

          In letzter Zeit muss ich häufig an meinen Großonkel Hermann und seine Wutanfälle denken. Warum wir sehr vorsichtig sein sollten, wenn wir über den Wert des Lebens reden. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.