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Mainzer Torhüterfrage : Müller oder Zentner?

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Ersatzmann Robin Zentner: Er hatte seine Chance genutzt und gegen Herta BSC abgeliefert. Bild: dpa

Nach einer Verletzung ist Torwart Müller wieder einsatzfähig. Trainer Schwarz lässt jedoch offen, ob dennoch Zentner gegen Schalke im Tor stehen wird. Zählen für die Entscheidung Leistungen oder Matchglück?

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          Florian Müllers Name fehlte auf der Liste der Verletzten, die Pressesprecherin Silke Bannick am Donnerstag verlas. Und Sandro Schwarz bestätigte, dass der zuletzt wegen eines lädierten Handgelenks ausgefallene Torwart für das Bundesligaspiel beim FC Schalke 04 an diesem Freitagabend wieder einsatzfähig sei. Doch, und das kam durchaus überraschend, der Trainer des FSV Mainz 05 ließ die Frage offen, ob Müller tatsächlich spielen wird oder Robin Zentner den Vorzug erhält. Überraschend war dies insofern, als Schwarz und Torwarttrainer Stephan Kuhnert sich in ähnlichen Situationen stets für Müller ausgesprochen hatten, weil der nun mal als Nummer eins in die Saison gegangen sei und es trotz Zentners guter Leistungen keinen Grund gebe, die Hierarchie zu verändern. Diesmal aber scheinen die Dinge anders zu liegen, der Chefcoach wirkte auch nicht, als wolle er die Medienvertreter an der Nase herumführen. „Wir wissen, was Robin letzte Woche geleistet hat“, hob er Zentners herausragende Arbeit beim 2:1-Sieg gegen Hertha BSC hervor. Der Ersatzmann durfte sich nicht nur wegen mehrerer großartiger Paraden als Matchwinner fühlen, sondern strahlte insgesamt eine Ruhe und Sicherheit aus, wie sie Müller zuletzt abgegangen war.

          Er wisse aber auch, welche Leistungen Müller schon gebracht habe, sagte Schwarz. Jetzt wolle er das Abschlusstraining abwarten, die Eindrücke aus den Einheiten wirken lassen, noch ein Gespräch mit beiden Keepern führen. „Und dann entscheiden wir.“ Gut möglich, dass in die Entscheidungsfindung der Faktor „Matchglück“ hineinspielen wird. Nicht, dass man Müller eine Schuld an den vorangegangenen vier Niederlagen in Pokal und Meisterschaft zuschreiben konnte. Aber Zentner war dieses Glück nun mal hold, indem Jeremiah St. Juste vier Minuten nach dem Berliner Ausgleich den Siegtreffer erzielt hatte.

          Apropos St. Juste: Der kopfballstarke Innenverteidiger, der an der Seite von Moussa Niakhaté auch mit seiner Schnelligkeit und Zweikampfführung überzeugt hatte, droht nach einem im Training erlittenen Schlag aufs Sprunggelenk fürs Schalke-Spiel auszufallen. Diejenigen, die auf dem Feld stehen werden, müssten sich der Wucht, mit der die Schalker unter ihrem neuen Trainer David Wagner auftreten, entgegenstemmen. Wenn es darum geht, schnell zu rennen, sollten die 05er vorab das Geschenk verkosten, das die Frankfurter Eintracht ihnen als Dank für die Schützenhilfe beim Einzug ins internationale Geschäft gemacht hat: Der ehemalige Profi Alexander Schur brachte jede Menge Ebbelwei an den Bruchweg.

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