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Mordprozess in Darmstadt : „Anschlag auf Islamkritiker war Marketing-Aktion“

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Der Anstiftung zum Mord angeklagt: Islamist Saeed Salim Stefan N. im Landgericht Darmstadt Bild: dpa

Im Juli vergangenen Jahres wurde auf den in Rodgau lebenden Islamkritiker Zahid Khan ein Mordanschlag verübt. Oder doch nicht? Der mutmaßliche Auftraggeber spricht von einer „Marketing-Aktion“ .

          Im Darmstädter Prozess um den versuchten Mord an dem Islamkritiker Zahid Khan hat der mutmaßliche Auftraggeber die Tat als „Marketing-Aktion“ bezeichnet. Er habe damit auf die Gefahr durch radikale Salafisten in Deutschland aufmerksam machen wollen, sagte der 41 Jahre alte Mann am Mittwoch vor dem Landgericht.

          Nach seiner Darstellung suchte er damals im Juli 2013 die Öffentlichkeit. Die Staatsanwaltschaft geht dagegen davon aus, dass der Angeklagte aus Wut über Khans islamkritische Buch „Die Verbrechen des Propheten Mohammed“ handelte.

          Der Mann soll zwei Mitangeklagten Geld für den Angriff auf Khan im südhessischen Rodgau geboten haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte aus Wut über Khans islamkritische Buch „Die Verbrechen des Propheten Mohammed“ handelte.

          Mit Khan nichts zu tun

          Der Angeklagte blieb am Mittwoch im Kern bei der Version, die er zu Beginn des Prozess in der vergangenen Woche präsentiert hatte. Zugleich bestritt er, mit Khan etwas zu tun zu haben.

          Die Mitangeklagten sollen dem Autor laut Anklage mit Messern und Schlagstöcken aufgelauert haben. Khan schoss laut Ermittlungen aus Notwehr auf einen der Angreifer und verletzte ihn.

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