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Mordfall Walter Lübcke : Sonderkommission der Polizei prüft hunderte Hinweise

  • Aktualisiert am

Der Verdächtige Stephan E. wird Anfang Juli von einem Hubschrauber zum Bundesgerichtshof gebracht. Bild: dpa

Der Polizei liegen auch knapp drei Monate nach dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke rund 400 Hinweise zur Tat vor. Derweil wird gegen einen weiteren Bekannten des Tatverdächtigen Stephan E. ermittelt.

          Knapp drei Monate nach dem Mord an dem nordhessischen Regierungspräsidenten Walter Lübcke arbeitet eine Sonderkommission der Polizei noch rund 400 Hinweise zu dem Fall ab. Aktuell bestehe das Kernteam der Soko aus etwa 80 Beamten, teilte das Landeskriminalamt (LKA) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Unterstützt werde die Soko weiterhin von Spezialisten des Bundeskriminalamtes und des LKA etwa für DNA-Spuren oder Schusswaffen.

          Der CDU-Politiker Lübcke war Anfang Juni auf der Terrasse seines Wohnhauses im nordhessischen Ort Istha bei Kassel mit einem Kopfschuss getötet worden. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Der rund zwei Wochen nach der Tat festgenommene Hauptverdächtige Stephan E. hatte zunächst ein Geständnis abgelegt, dieses später aber widerrufen. Ihm wird Mord vorgeworfen, wegen Beihilfe dazu laufen außerdem Ermittlungen gegen Markus H. und Elmar J., die mit dem Verkauf der Tatwaffe in Verbindung gebracht werden.

          Ermittelt wird unterdessen offenbar auch gegen einen weiteren Bekannten des mutmaßlichen Lübcke-Mörders Stephan E. Der Mann, der auch eine rechtsextreme Einstellung haben soll, könnte ebenfalls eine Gewalttat geplant haben. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Frankfurt teilte „Zeit online“ mit, ihm werde vorgeworfen, Waffen und Munition von Stephan E. gekauft zu haben. Die Waffen und die Munition seien bei einer Wohnungsdurchsuchung sichergestellt worden. Ermittelt werde wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat.

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