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Mordfall Jakob von Metzler : Mörder will auf Bewährung entlassen werden

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Will auf Bewährung raus: Magnus Gäfgen - hier ein Foto von 2012. Mittlerweile hat er sich umbenannt. Bild: dpa

Der Mörder des Bankierssohns Jakob von Metzler soll eine lebenslange Haft absitzen. Nun läuft aber ein Antrag zur Aussetzung der Strafe auf Bewährung.

          Der als Magnus Gäfgen bekannte, zu lebenslanger Haft verurteilte Mörder des Bankierssohns Jakob von Metzler will auf Bewährung frei kommen. Rund 15 Jahre nach der Tat läuft bei der Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Kassel ein Antrag auf Aussetzung der Strafe zur Bewährung, wie der Sprecher des Landgerichts, Martin Kolter, der Deutschen Presse-Agentur sagte.

          Derzeit werde die Mindestverbüßungsdauer für den inzwischen 42 Jahre alten Mann geklärt. Mit einer Entscheidung sei voraussichtlich noch in diesem Jahr zu rechnen. Der Täter hat seinen Geburtsnamen Magnus Gäfgen inzwischen geändert. Er verbüßt in Nordhessen seine Strafe.

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          Das Landgericht Frankfurt hatte den damaligen Jurastudenten im Juli 2003 zu lebenslanger Haft mit besonderer Schwere der Schuld verurteilt. Er hatte den elfjährigen Bankierssohn Jakob im September 2002 entführt und ermordet. Internationale Resonanz fand der Fall, weil die Polizei im Verhör Folter androhte, um das Leben des entführten Kindes zu retten. Nach seiner Verurteilung beschäftigte der Mörder zahlreiche Gerichte mit verschiedenen Klagen und Beschwerden.

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