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Schule ohne Distanzunterricht : Modellversuch mit Luftreinigern ermutigend

Sauger: Über den Nutzen von Luftreinigern streiten sich selbst Experten Bild: dpa

Ein Schulbetrieb ohne Distanzunterricht: Das könnte nach den großen Ferien gelingen. Zumindest fordern Hochtaunus-Politiker dies nach einem Modellversuch mit Luftfiltern in Klassenräumen.

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          Manchmal liegen die Lebenswelt der Bürger und die politische Willensbildung nah beieinander. Beim Nachdruck, mit dem die Kreistagsfraktionen im Hochtaunus Unterricht in den Schulen und nicht zu Hause gefordert haben, dürften persönliche Erfahrungen eine Rolle gespielt haben. „Es muss Präsenzunterricht geben, soweit es möglich ist“, forderte Patricia Peveling (Die Grünen) für das nächste Schuljahr. Katja Adler (FDP) erinnerte an Untersuchungsergebnisse, wonach Distanzunterricht per Computer am heimischen Schreibtisch so effektiv sei wie Ferien. „Deshalb müssen wir die Kinder im Regelunterricht schützen.“

          Bernhard Biener
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung

          Der Hochtaunuskreis solle sicherstellen, dass auch bei einem Anstieg der Inzidenzzahlen möglichst lange Präsenzunterricht mit geringem Ansteckungsrisiko möglich sei, formulierten die Grünen in einem Antrag. „Bald sind endlich Ferien nach einem Schuljahr mit besonderen Belastungen“, sagte Peveling. „Jetzt muss der Kreis seine Hausaufgaben machen.“ Hoffnung setzen die Grünen neben anderen Vorkehrungen auch auf Luftreinigungsgeräte. Die FDP ging in einem Änderungsantrag noch einen Schritt weiter und wollte den Kreisausschuss beauftragen, kurzfristig möglichst alle Klassenräume mit mobilen Luftreinigern nachzurüsten und dafür Fördermittel zu beantragen. Es könne nicht sein, die Kinder im Winter wieder mit dicken Pullovern und Decken zur Schule zu schicken, sagte Adler.

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