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Mobiles Impf-Team in Frankfurt : Kommunen legen Impfzentren fest

Kleiner Piks: Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, sollen möglichst viele Menschen geimpft werden (Symbolbild). Bild: dpa

Die Kommunen des Rhein-Main-Gebietes haben Räumlichkeiten für Corona-Impfzentren gefunden. Die FDP drängt aufs Tempo. In Frankfurt müssen noch Fragen geklärt werden.

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          Auf der Suche nach geeigneten Räumen für ein Corona-Impfzentrum ist der Kreis Groß-Gerau fündig geworden: Die beiden Sporthallen an der Martin-Buber-Schule seien unter anderem wegen ihrer zentralen Lage in der Kreisstadt und einer guten Verkehrsanbindung ausgewählt worden, ließ das Landratsamt am Donnerstag wissen. Aktuell werde von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes und des Katastrophenschutzes alles so herzurichten, dass das Impfzentrum an der Wilhelm-Seipp-Straße wie vom Land Hessen gefordert von Mitte Dezember an in Betrieb genommen werden könne. Geplant ist, an sieben Tagen in der Woche jeweils von 7 bis 22 Uhr Impfungen für all jene anzubieten, die dies freiwillig möchten. Außerdem sollen auch mobile Teams unterwegs sein, um unter anderem Bewohnern von Altenheimen, so sie dies wünschen, den zusätzlichen Corona-Schutz zu verpassen. Alles in allem sollen laut Mitteilung künftig kreisweit wohl bis zu 1000 Impfungen täglich gemacht werden.

          Marie Lisa Kehler

          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Gesucht wird allerdings noch nach Helfern, die im Idealfall eine medizinische Ausbildung etwa als Pfleger, Hebamme oder Notfallsanitäter- vorweisen können. Wer bereit und in der Lage sei, die voraussichtlich im Drei-Schicht-Betrieb arbeitenden Ärzte zu unterstützen, kann sich unter der Mailadresse impfzentrum@kreisgg.de mit den für das Projekt Verantwortlichen in Verbindung setzen.

          Der Main-Taunus-Kreis wird im Hattersheimer Kastengrund ein Corona-Impfzentrum einrichten. Diese Entscheidung sei nach eingehender Prüfung mehrerer Standorte aus vielfältigen Gründen die bestmögliche Lösung, erläuterte Landrat Michael Cyriax (CDU). So müsse ein Betrieb des Impfzentrums an sieben Tagen je Woche jeweils von 7 bis 22 Uhr möglich sein. Täglich sollten mindestens 1000 Menschen geimpft werden, was in einem Wohngebiet zu einer hohen Lärm- und Verkehrsbelastung der Nachbarschaft führen würde. Am Kastengrund stünden jedoch ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung, auch eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sei schon vorhanden, sagte Cyriax.

          Sieben Impfstraßen

          Der Main-Taunus-Kreis betreibe in der Liegenschaft, einem ehemaligen Laborgebäude, ein Schulungszentrum der Volkshochschule Main-Taunus. Aus diesem Grund stünden dort eine Vielzahl großer Schulungs- und weiterer Räumlichkeiten zur Verfügung, die infrastrukturell schon optimal mit Büroausstattung, Internetzugang und Strom ausgestattet seien, ergänzte Gesundheitsdezernentin Madlen Overdick (Die Grünen). Der Kreis plane im Impfzentrum sieben sogenannten Impfstraßen. Das Land übernehme das Patientenmanagement, die Logistik vor Ort liege in der Verantwortung des Landkreises.

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          Die Stadt Darmstadt wird ihr lokales Impfzentrum im Kongresszentrum Darmstadtium errichten. Beginn der Impfaktion solle schon am 11. Dezember sein. Wie es aus dem Rathaus hieß, seien zuvor „viele unterschiedlichste Liegenschaften im Stadtgebiet“ geprüft worden, die Entscheidung aber letztlich zugunsten des innerstädtisch gelegenen Kongresszentrums nahe Schloss, Marktplatz und Cityring gefallen. In die Entscheidung eingeflossen seien die Lage, die gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Barrierefreiheit, das Belüftungssystem und das Vorhandensein sanitärer Anlagen, hieß es weiter. Das Darmstadtium biete all das, um ein funktionierendes Impfzentrum aufbauen zu können. Dabei werde der Normalbetrieb des Kongresscenters nicht beeinträchtigt, so Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Die Grünen).

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