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Mittelrheintal : Stadt Rüdesheim will Lärmschutz einklagen

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Die Bahn als Störenfried: Rüdesheim im Rheintal Bild: dpa

Die Stadt Rüdesheim wehrt sich juristisch gegen den Bahnlärm im Mittelrheintal: Weil ein geplanter Bahntunnel nicht mehr gebaut werden soll, hat sie Klage gegen das Land Hessen und den Bund eingereicht.

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          Rüdesheim zieht im Streit um den Bahnlärm im Mittelrheintal vor Gericht. Vor dem Verwaltungsgericht Wiesbaden reichte die Stadt am Donnerstag Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland und das Land Hessen ein. Das bestätigte eine Gerichtssprecherin am Freitag der Nachrichtenagentur dpa.

          Mit der Klage wehrt sich der Touristenmagnet Rüdesheim dagegen, dass Bund und Land einen Vertrag von 1998 aufgekündigt hätten. Dieser Plan sehe einen Bahntunnel vor, der die Lärmbelastung für die Anwohner erheblich verringern könnte. Das Bundesverkehrsministerium habe sich 2012 von diesem Vertrag losgesagt und das mit gestiegenen Baukosten begründet. Auch das Land Hessen sehe sich an den Vertrag nicht mehr gebunden. Bis es zu einer Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht kommt, dürfte es laut Evers noch rund ein Jahr dauern.

          Im Mittelrheintal kämpfen die Bewohner seit Jahren gegen den Bahnlärm. Nach Angaben von Bürgerinitiativen wird das Flusstal am linken und rechten Ufer Tag und Nacht vom Lärm von rund 550 Zügen belastet. An diesem Samstag (10. Mai) werden bei einer Rüdesheimer Demonstration gegen Bahnlärm mehr als 1000 Teilnehmer erwartet. Angesagt haben sich auch der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und sein rheinland-pfälzischer Amtskollege Roger Lewentz (SPD).

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