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Flughafen Hahn : Flughafen-Mitbieter ADC kauft Grundstücke

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Heruntergekommen, aber verkauft: Der Flughafen-Interessent ADC hat Gebäude der ehemaligen amerikanischen Housing auf dem Campus-Gelände gekauft. Bild: dpa

Vorerst eine kleine statt einer großen Lösung: Der Verkauf des Flughafens Hahn ist geplatzt, einzelne Gebäude sind aber überraschend veräußert worden. Welche Pläne gibt es für sie?

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          Noch am selben Tag, an dem die rheinland-pfälzische Regierung das Scheitern ihres Flughafen-Verkaufs eingeräumt hat, sind einzelne Immobilien des Airports an einen bisher unterlegenen Mitbieter veräußert worden. Innenminister Roger Lewentz (SPD) bestätigte am Donnerstag in einer Sondersitzung des Mainzer Landtags, dass das sogenannte Campus-Gelände sowie frühere Militärgebäude am bislang staatlichen Hunsrück-Flughafen Hahn bereits am Mittwoch an die ADC GmbH verkauft worden seien. Das Landesparlament müsse noch zustimmen. Nach Angaben von Hahn-Sprecherin Hanna Koch beträgt der Kaufpreis insgesamt 3,75 Millionen Euro.

          Ursprünglich wollte das chinesische Unternehmen SYT diese Immobilien zusammen mit dem Airport erwerben, ist aber wegen vieler Zweifel an seiner Seriosität aus dem Rennen. Nun könnte die deutsch-chinesische ADC im pfälzischen Deidesheim auch den Zuschlag für den Flughafen erhalten. Hinter ihr steht Ex-Wirtschaftsstaatssekretär Siegfried Englert. Zudem verhandelt das Land wieder mit dem zweiten unterlegenen Interessenten, einer amerikanisch-chinesischen Firma.

          Gebäude sollen saniert werden

          Die ADC plant laut Airport-Sprecherin Koch, alte Kasernen des ehemaligen US-Fliegerhorstes Hahn umfassend zu sanieren und in Teilen abzureißen, „um Wohnen und Arbeiten an einem internationalen Standort zu bieten“. Vorgesehen sei auch, dass ein Teil der modernisierten Gebäude von der benachbarten Hochschule der Polizei genutzt werden könne. Hahn-Chef Markus Bunk sagte mit Blick auf die Bauvorhaben der ADC, der Flughafen setze auf neue wirtschaftliche Impulse.

          Koch ergänzte: „Wir empfinden es als positiv, dass schnell Konsequenzen gezogen worden sind und wir neue Perspektiven haben. Wir hoffen, dass der Verkaufsprozess jetzt zügig umgesetzt wird.“ Die Flughafengesellschaft hat 315 Beschäftigte. Der Airport gehört bislang zum großen Teil Rheinland-Pfalz und zum kleinen Teil Hessen.

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