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„Sound of Nashville“ : Frische junge Klänge

Country-Musik: Stiefel gehören dazu (Symbolbild). Bild: AP

In Europa wächst das Interesse an amerikanischer Country-Musik. Die Reihe „Sound of Nashville“ bringt neue Country-Musik nach Frankfurt, Hamburg, München und Köln.

          Fern aller Yee-haw-Klischees ist Nashville längst nicht mehr nur die Hochburg amerikanischer Country-Musik, sondern ein Magnet für Musiker aller möglichen Stilrichtungen. Entsprechend vielfältig ist die Musik, die in Nashville aufgenommen und produziert wird. Nicht zuletzt Popstars wie Justin Timberlake, Taylor Swift oder Miley Cyrus haben den Country für sich entdeckt und mit countryfizierten Popsongs dem Genre ein neues Publikum verschafft. Spielfilme wie „A Star Is Born“ oder auch die Wiederentdeckung von Cowboystiefeln als Modetrend tragen außerdem zur weiteren Popularisierung bei.

          Christian Riethmüller

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Schon im Jahr 2013 erkannten einige Festivalplaner in Großbritannien, dass auch in Europa das Interesse an Country-Musik wächst und organisierten in London erstmals das „C2C: Country to Country“-Festival, das neben einigen bekannteren Namen vor allem aufstrebende Talente aus Nashville präsentieren wollte. Dieses Festival hat mittlerweile Ableger in Glasgow und Dublin bekommen und lockt jedes Jahr zehntausende Besucher. Was in Großbritannien und Irland funktioniert, soll nun auch in Deutschland ausprobiert werden, wo nächste Woche in den Städten Frankfurt, Hamburg, München und Köln die Konzertreihe „Sound of Nashville“ startet.

          Sowohl Stars als auch Newcomer

          Diese neue Reihe will sowohl Stars als auch Newcomer der Country-Szene mit einem Akustik-Set in der intimen Atmosphäre kleinerer Clubs präsentieren. Wie der deutsche Veranstalter, Semmel Concerts, mitteilt, werden dafür nicht nur Künstler ausgewählt, die ohnehin schon bei den britischen Festivals auftreten würden, sondern es erfolgt in Zusammenarbeit mit amerikanischen Promotern eine eigene Auswahl, die den Schwerpunkt auf junge Musiker legt, die modernen Country spielen.

          Nicht ganz selbstverständlich zählt Frankfurt zu jenen vier Städten, in denen die Reihe fortan regelmäßig veranstaltet werden soll. Zwar preist sich die Stadt ja bei jeder Gelegenheit ihrer Internationalität und sind zudem in Wiesbaden noch amerikanische Streitkräfte stationiert, doch hat sich bisher kein nationaler Konzertveranstalter so recht gewagt, die neuen Country-Vertreter auch einmal in der Rhein-Main-Region auftreten zu lassen. Wer sich für neuen Country abseits aller Klischees und allen Redneck-Blödsinns interessiert und dem Ausspruch beipflichtet, dass aufrichtige Country-Musik ja eigentlich der Soul des weißen Mannes ist, wird bisher eher in Hamburg und Berlin glücklich, wenn er entsprechende Konzerte besuchen möchte.

          Vielleicht reicht fortan ein Besuch im Frankfurter Club Das Bett, das als eine der Spielstätten ausgewählt worden ist. Dort treten am Dienstag die auch vom „Rolling Stone“-Magazin gepriesene Sängerin Lauren Jenkins, der Singer-Singwriter Logan Mize und der Singer-Songwriter Craig Campbell auf, die es mit ihren gitarrenbetonten Songs auch schon in die amerikanischen Country-Hitparaden gebracht haben. Und auch wenn die Konzertreihe an Fastnachtsdienstag startet: Wer dort als Cowboy verkleidet auftaucht, ist ein Depp.

          Sound of Nashville am 5. März, 20 Uhr, in Frankfurt, Das Bett, Schmidtstr. 12

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