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Mit roter Sonne im Meer : Ein Haus auf Capri

Mit Ausblick: Blick auf die Faraglioni aus der Villa Monacone Bild: villamonacone.altervista.org

Die Insel Capri ist beliebt. Wem sie so gut gefällt, dass er dort ein Haus kaufen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Und besonders aufmerksam sein.

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          Vergessen Sie das mit der roten Sonne. Erstens beschränkt sie sich bei Capri nicht darauf, einfarbig im Meer zu versinken, sondern tut es inmitten einer Sinfonie zarter Schattierungen von Blau, Grau, Rosa und Violett, zweitens ziehen auf den Booten rund um die Insel heute keine Fischer mehr aufs Meer hinaus, sondern Millionäre. All das lässt sich von oben sehr schön beobachten, wenn man ein Haus auf der Insel besitzt. Keines, in dem man nur für zwei Ferienwochen zu Gast ist, sondern eines, das man jederzeit besuchen kann. Mit einem Schreibtisch, einer hübschen Küche, einer Terrasse mit bequemen Möbeln zum Sitzen, Schauen und Herumliegen sowie einem Ausblick auf Wasser und Licht.

          Florian Balke

          Kulturredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Bedauerlich nur, dass der Kontostand dem Wunsch so wenig entspricht. Denn Capri ist teuer. Aber wunderschön. Vom Blumenduft, der um die Insel herum in der Luft steht, wenn man unten am Hafen die Fähre aus Neapel und ihren Dieseldunst hinter sich lässt, über die stillen bäuerlichen Nutzgärten in abgelegenen Ortsteilen, wo der Gärtner dem vorbeilaufenden Jogger eine frisch gepflückte Feige zuwirft, bis zu Häusern, die mit der Inselgeschichte der vergangenen 120 Jahre eng verknüpft sind: Axel Munthes „Villa San Michele“, Jacques d’Adelswärd-Fersens „Villa Lysis“, Curzio Malapartes „Casa come me“. Häuser, über die es Bücher gibt. Weitere ließen sich am eigenen Schreibtisch verfassen. Es sei denn, man ließe sich ablenken von lauter herrlichen Blicken. Auf den Vesuv, den Golf von Neapel, Ischia.

          Villa mit Seeblick

          Leider werden auf einer willkürlich ausgewählten Internetseite für ein kleines landwirtschaftliches Nebengebäude am Rande von Anacapri, das derzeit zu dem umgebaut wird, was die Seite mutig als „Villa mit Seeblick“ bezeichnet, 450.000 Euro verlangt. Bisschen viel für einen einstöckigen Kuhstall mit neuen Fenstern. Bei der örtlichen Filiale des Maklerhauses Engel und Völkers ist dann aber doch tatsächlich ein Teil der „Villa Monacone“ zu haben, eines der bekanntesten Gebäude der Insel. Preis auf Anfrage.

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