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Gefahrenpotential in Drohnen : Wenn plötzlich jeder Pilot werden kann

Abstandhalter: Drohnen dürfen nicht näher als 1,5 Kilometer an den Flughafenzaun heran. Bild: dpa

Mit Drohnen lassen sich Stromtrassen und Wälder untersuchen – man kann sie aber auch einfach nur aus Spaß fliegen lassen. Das birgt Risiken. Wie lässt sich der unbemannte Flugverkehr kontrollieren?

          3 Min.

          Die Zeit drängt. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Langen beschäftigt sich zwar schon seit 20 Jahren mit Drohnen. Lange Zeit sind das unbemannte Fluggeräte aus dem militärischen oder aus anderen professionellen Einsatzgebieten gewesen, wie Thilo Vogt sagt, der bei der Deutschen Flugsicherung in Langen den „unbemannten Verkehr“ verantwortet. Doch seit 2015 hat sich die Lage verändert: In kürzester Zeit sind Drohen verschiedenster Größen auf den Markt gekommen, die für fast jeden erschwinglich und auch von Laien in die Luft zu bringen sind. Inzwischen werden Vogt zufolge alleine in Deutschland rund 500.000 Drohnen im Jahr verkauft.

          Jochen Remmert
          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Die große Herausforderung für die Flugsicherung sind nicht militärische Drohnen, weil diese registriert und zu identifizieren sind. Sehr viel größer ist die Aufgabe, alle Drohnen in einem System schnell, sicher und zuverlässig zu erkennen, die Privatleute und Unternehmen anschaffen und betreiben, sei es zum Spaß oder für professionelle Anwendungen wie der Kontrolle von Stromtrassen oder in der Land- und Forstwirtschaft. Die zu lösende technische Schwierigkeit besteht darin, dass man mit den herkömmlichen Methoden der Flugsicherung kleine Drohnen, die zum Großteil aus Plastik und nicht aus Metall bestehen, nicht zuverlässig erfassen kann.

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