https://www.faz.net/-gzg-7pj0u

„Lilien“-Fans feiern Aufstieg : Marsch durch Citytunnel inklusive

  • -Aktualisiert am

Obligatorisch: Fan-Marsch durch den Citytunnel in Darmstadt Bild: Jens Joachim

Nach dem umkämpften 4:2-Sieg des SV Darmstadt 98 in Bielefeld haben in der Nacht in der Darmstädter Innenstadt bis zu 10.000 Fans den Aufstieg der „Lilien“ in die zweite Liga fröhlich gefeiert - und friedlich

          1 Min.

          Rund 4500 Anhänger der „Lilien“ haben im Freiluftkino auf dem Karolinenplatz zwischen dem Darmstädter Schloss und dem Hessischem Staatsarchiv das hochspannende zweite Relegationsspiel um den Aufstieg in die zweite Liga verfolgt. Nach dem erlösenden 4:2-Siegtor durch Elton Da Costa in der Verlängerung der Nachspielzeit kannte der blau-weiße Jubel kaum noch Grenzen.

          Auf dem Darmstädter Innenstadtring trafen sich Fans bis weit nach Mitternacht zu Autokorsos. Den Citytunnel unter der Wilhelminenstraße sperrte die Polizei für den Verkehr bis in die frühen Morgenstunden, so dass dieser kurzfristig zu einer Partymeile umfunktioniert wurde. „Nie mehr dritte Liga – nie mehr, nie mehr!“ hallte es immer wieder durch den Tunnel. Die Anhänger der Lilien tanzten ausgelassen und ausdauernd ein „Humba, humba, humba täteräää…“ nach dem anderen.

          Marsch durch den Citytunnel

          Schon bei den vorangegangenen Fußballwelt- und Europameisterschaften hatte der obligatorische Marsch durch den Citytunnel nach Angaben eines Polizeisprechers viele Fangruppen angezogen. Polizeisprecher Michael Gorsboth äußerte in der Nacht, die Aufstiegsfeier in der Nacht zum Dienstag habe jedoch alle bisherigen Fan-Märsche jedoch bei weitem übertroffen. „Hier spielten Nationalität und Herkunft keine Rolle: Heiner sind wir alle!“, äußerte der Polizeisprecher.

          Zwar zündeten einige unbeherrschte Fans in dem Tunnel Feuerwerkskörper, Böller und Bengalos – gleichwohl berichtete die Polizei von einer „ausgelassenen und friedlichen Stimmung“, die kein starkes Eingreifen der Polizei- und Rettungskräfte erforderlich gemacht hätten. Es sei auch niemand verletzt worden. Sanitäter mussten nur einige Fans wegen Kreislaufschwierigkeiten oder Glasschnitten medizinisch versorgen.

          Mannschaft der „Wahnsinnigen“

          Gegen 2 Uhr waren nur noch vereinzelt Fangruppen in der Stadt unterwegs. Nachdem in einer  Gaststätte am Mathildenplatz nach Informationen der Polizei auch die Biervorräte aufgebraucht waren, seien auch die feierfreudigsten Fans nach Hause gegangen. Am frühen Dienstagabend soll die siegreiche Mannschaft der „Wahnsinnigen“, die das „Wunder von Bielefeld“ perfekt gemacht haben, auf dem Karolinenplatz nochmals gebührend gefeiert werden. Der nächste blau-weiße Freudentaumel ist also schon programmiert.

          Weitere Themen

          Vitrinen für den Pharao

          Glasbau Hahn aus Frankfurt : Vitrinen für den Pharao

          Wenn es etwas gibt, was viele Museen gern aus Frankfurt hätten, dann sind es Vitrinen von Glasbau Hahn. Der Mittelständler bestückt Ausstellungen in der ganzen Welt.

          Topmeldungen

          Haben verschiedene Vorstellungen vom „Wiederaufbau“: Angela Merkel und Sebastian Kurz

          Österreichischer Bankchef : Lob für Merkel, Kritik an Kurz

          „Einen wirklich großartigen Plan“ nennt der Chef der größten österreichischen Bank den Vorschlag, die EU solle gemeinsame Schulden machen und das Geld als Zuschüsse an Krisenstaaten vergeben. Bernhard Spalt geht damit auf Konfrontation zu Kanzler Kurz.
          „Ich soll innerhalb von einer Stunde Stellung nehmen. Ich habe Besseres zu tun“, schrieb Drosten über die Anfrage der „Bild“

          „Bild“ gegen Drosten : Die versuchte Vernichtung

          Die Kampagne der „Bild“-Zeitung gegen den Virologen Christian Drosten legt vor allem eines offen: Das Desinteresse vieler an den Fakten für eine angemessene Pandemie-Politik.

          Sieg im Bundesliga-Topspiel : Der FC Bayern beendet den BVB-Traum

          Dortmund wollte gegen den deutschen Rekordmeister mithalten, verliert aber nach einem packenden Duell samt Traumtor. Damit zieht der FC Bayern im Kampf um die Meisterschaft weiter davon. Und dem BVB droht nun eine weitere herbe Enttäuschung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.