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Ministerium: Verzehr von Eiern und Fleisch unbedenklich : Keine Dioxin-Funde in Hessen

Unbedenklich: Nach Hessen sind wohl keine belasteten Eier gelangt. Bild: REUTERS

Nach vorläufigen Erkenntnissen des hessischen Verbraucherschutzministeriums ist kein mit Dioxin verunreinigtes Tierfutter nach Hessen gelangt.

          Nach vorläufigen Erkenntnissen des hessischen Verbraucherschutzministeriums ist kein mit Dioxin verunreinigtes Tierfutter nach Hessen gelangt. Wie ein Ministeriumssprecher auf Anfrage sagte, haben dies Nachfragen bei hessischen Futtermittelherstellern ergeben. Außerdem sei in den Bundesländern recherchiert worden, in denen dioxinverseuchtes Futterfett an Betriebe verkauft worden war. Auch für Eier und Fleisch gab das Ministerium Entwarnung.

          Petra Kirchhoff

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Wir können aber nicht zu hundert Prozent ausschließen, dass nicht Futtermittel auf direktem Wege eingekauft wurden“, sagte der Sprecher. In den betroffenen Bundesländern – Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Sachsen – sei man noch dabei, zu klären, wann was wohin geliefert worden sei. Hessen werde diese Prüfungen weiter beobachten und sich informieren. Außerdem seien die Prüfer der Futtermittelüberwachung beim Regierungspräsidium in Gießen angewiesen worden, Herstellerbetriebe über die üblichen Stichproben hinaus gezielt zu kontrollieren.

          Ursache war das Fett

          In Hessen selbst gibt es nach Angaben des Sprechers 800 große Futtermittelhersteller und -händler. „Für diese können wir mit relativ großer Sicherheit sagen, dass sie nicht betroffen sind.“ Schwieriger zu überprüfen seien dagegen die 22.000 landwirtschaftlichen Betriebe, die ihr Futter aus Komponenten selbst zusammenmischten.

          Mit Dioxin belastetes Tierfutter war an hunderte Bauernhöfe in mehreren Bundesländern verkauft und dort an Legehennen, aber auch an Mastputen und Mastschweine verfüttert worden. Mehr als 1000 Betriebe, vor allem in Niedersachsen, sind zurzeit größtenteils vorsorglich gesperrt. Ursache des Skandals ist die Verwendung von Fett, das für technische Zwecke bestimmt ist, in der Futtermittelproduktion. Gegen einen schleswig-holsteinischen Futterfett-Lieferanten wird in diesem Fall ermittelt.

          Dioxin kann Krebs auslösen. Die bisher nachgewiesenen Mengen in Eiern stellen nach Angaben des Bundesministeriums aber keine akute Gesundheitsgefahr für Konsumenten dar. Grundsätzlich sollten Verbraucher beim Einkaufen auf die Kennziffer achten, mit der jedes Ei abgestempelt werden muss. Der Code „03“ etwa steht für das Bundesland Niedersachsen.

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