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Frankfurt : Lorz will mit Gymnasien über Kürzungen reden

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Mahnwache: Schüler der Ziehenschule blockierten zur Monatsmitte den Dienstwagen von Kutusminister Lorz in Frankfurt, um gegen Kürzungen zu protestieren Bild: Wonge Bergmann

Um mehr Ganztagsangebote machen und die Inklusion vorantreiben zu können, will das Land die Lehrerstunden an Gymnasien kürzen. Dagegen gibt es Protest. Minister Lorz geht auf die Gymnasien zu.

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          Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) will alle 20 Frankfurter Gymnasien zu Gesprächen über die geplanten Streichungen bei den Lehrerstunden einladen. Bei den Treffen nach der Sommerpause mit jeder einzelnen Schule solle herausgefunden werden, „wo es kneift“, und ob Kürzungen etwa bei den Zusatzstunden für Deutsch und Mathe sowie für soziale Belange etwas abgemildert werden könnten, kündigte der Minister am Mittwoch bei einem Besuch in der Carl-Schurz-Schule in Frankfurt an. „Meine Fachleute waren von der Heftigkeit der Proteste überrascht.“

          Es gehe um eine Umverteilung von Stellen, weil das Land das Ganztagsangebot, die Inklusion behinderter Schüler und die Deutschförderung an den Schulen ausbauen wolle, betonte Lorz. Der Etat könne dafür aber nicht erhöht werden.

          „Es gibt ein riesen Stadt-Land-Gefälle“, sagte Studienleiter Michael Winn von der Carl-Schurz-Schule. „Als G8- und Stadtschule sind wir besonders betroffen.“ Schüler, Eltern und Lehrer hatten vor allem in Frankfurt die geplante Reduzierung von Lehrerstunden in den vergangenen Wochen mehrfach kritisiert und waren dafür auch auf die Straße gegangen. Der Philologenverband sprach von einem Angriff auf Gymnasien und Gesamtschulen mit Oberstufen.

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