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„Niemanden gefährden“ : Applaus für geplantes Gehweg-Tabu für E-Tretroller

  • Aktualisiert am

Etwa in Paris längst üblich: E-Tretroller auf der Straße Bild: Helmut Fricke

Hessens Verkehrsminister will nach eigenen Worten „neue Formen der Fortbewegung“ ermöglichen. Doch soll etwa durch E-Tretroller niemand gefährdet werden. Deshalb applaudiert er der Rolle rückwärts von Bundeskollege Scheuer.

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          Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hat die Äußerungen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gut geheißen, Elektro-Tretroller doch von Gehwegen verbannen zu wollen. „Geht doch! Wir freuen uns sehr, dass der Bundesverkehrsminister unserem Vorschlag folgt“, erklärte Al-Wazir  in Wiesbaden.

          E-Tretroller könnten eine tolle Alternative zum Auto werden, „aber eben nicht auf dem Gehweg“. Ihm sei wichtig, kein „Konjunkturprogramm für Unfallchirurgen“ zu schaffen, wenn es auf dem Bürgersteig zu vermeidbaren Konflikten zwischen Fußgängern und Tretrollern kommt, teilte Al-Wazir mit.

          „Neue Formen der Fortbewegung“

          Scheuer sagte der Deutschen Presse-Agentur, er sei bereit, auf die Länder, die Bedenken hätten, zuzugehen und das Fahren auf Gehwegen mit Schrittgeschwindigkeit aus der geplanten Verordnung herauszustreichen: „Mir geht es darum, neue Formen der Fortbewegung so zu ermöglichen, dass sie niemanden gefährden.“

          Die vom Bund auf den Weg gebrachten Pläne sahen bisher vor, dass nur E-Roller, die schneller als 12 Kilometer pro Stunde (km/h) sind, in der Regel auf Radwegen fahren sollen - und langsamere bis Tempo 12 auf Gehwegen. Dort sollten sie nur mit Schritttempo unterwegs sein dürfen. Mehrere Länder, Fußgänger-Vertreter und Experten warnten vor neuen Gefahren etwa für Kinder, ältere und sehbehinderte Menschen. Der Bundesrat soll voraussichtlich am 17. Mai über die Verordnung abstimmen.

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