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Alter Metzler-Stammsitz : Neues Hochhaus im Bankenviertel

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Hochhausstandort: Statt des 1954 errichteten Bankhauses soll hier bald ein Wohn- und Büroturm stehen. Bild: Fabian Fiechter

Das Unternehmen Tishman Speyer kauft den alten Stammsitz des Bankhauses Metzler und kündigt sogleich den Bau eines Hochhauses an. Noch dieses Jahr sollen die Arbeiten beginnen.

          In der Frankfurter Innenstadt kündigt sich der Bau eines neuen Hochhauses an. Das Unternehmen Tishman Speyer hat für einen hohen zweistelligen Millionenbetrag das Grundstück des Bankhauses Metzler, Große Gallusstraße 16-18, erworben und will noch in diesem Jahr mit dem Abbruch des Gebäudebestands beginnen. Bis 2018 soll ein gemischt genutztes Hochhaus mit Büros und Wohnungen entstehen. Der Bebauungsplan lässt einen 175 Meter hohen Turm zu.

          Der Kaufvertrag ist nach den Worten eines Sprechers des Bankhauses unterzeichnet worden. Friedrich von Metzler, Gesellschafter des Bankhauses, sagte, er freue sich, dass der Stammsitz nun in die Hände eines erfahrenen Projektentwicklers gehe, der das Stadtbild Frankfurts bisher schon positiv geprägt habe. „Ich bin gespannt auf die Hochhausarchitektur, die demnächst die Skyline ergänzen wird.“ Fast 200 Jahre lang war das Bankhaus an der Großen Gallusstraße ansässig, bevor es 2014 an die Untermainanlage umgezogen ist.

          Baubeginn noch dieses Jahr

          Im vergangenen Jahr hatte die Bank ein Bieterverfahren ausgelobt. Tishman Speyer habe sich gegen die internationale Konkurrenz insbesondere wegen seiner Kompetenz und Erfahrung bei der Entwicklung von anspruchsvollen Immobilienprojekten in Frankfurt durchgesetzt, teilte die Bank mit. Die Vorstandsvorsitzenden von Tishman Speyer, Jerry und Rob Speyer, sagten, sie wollten mit dem Ankauf des attraktiven Grundstücks nun das nächste herausragende Hochhausprojekt in Frankfurt auf den Weg bringen. Von dem Unternehmen stammen auch Messeturm, Opernturm und Taunus-Turm, deren Bau jeweils ohne Vorvermietung begonnen wurde.

          Dem Vernehmen nach will Tishman Speyer noch in diesem Jahr mit den Arbeiten beginnen. Bereits 2001 gab es für das Grundstück einen Architektenwettbewerb. Der damals siegreiche Entwurf von Gatermann und Schossig wird allerdings nicht realisiert, weil sich die Nutzung geändert hat. Stadtplanungsamtsleiter Martin Hunscher rechnet nicht mit einem umfangreichen Architekturwettbewerb, wohl aber mit einem kleineren Verfahren mit mehreren Beteiligten.

          Bau soll „öffentlichkeitswirksam“ sein

          Das Grundstück, zu dem auch das Gebäude der LHB-Bank gehört, ist planungsrechtlich ein Hochhausstandort. Zulässig ist ein 175-Meter-Turm mit rund 50.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Im Sockel und in den oberen Stockwerken des Hochhauses schreibt der Bebauungsplan „attraktive öffentlichkeitswirksame Nutzungen“ vor. Die Neue Schlesingergasse soll begradigt werden und auf die Große Gallusstraße münden. Der im Plan vorgesehene öffentliche Platz an der Großen Gallusstraße liegt schon auf dem benachbarten Grundstück, das der Deutschen Bank gehört.

          Offenbar wird das Vorhaben nicht mit der Entwicklung des benachbarten Deutsche-Bank-Areals verbunden, auf dem ebenfalls ein Hochhaus gebaut werden kann. „Das kann völlig separat laufen“, sagte Hunscher. Einem Sprecher der Bank zufolge ist deren Bieterverfahren noch nicht entschieden.

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