https://www.faz.net/-gzg-99x4n

FAZ Plus Artikel Verbotszonen : Das Messer als Waffe in der Tasche

  • -Aktualisiert am

Tatort Zeil: Erst am Wochenende kam es wieder zu einer Messerstecherei in der Frankfurter Innenstadt. Bild: Bernd Kammerer

Messerangriffe nehmen in Hessen zu. Während Wiesbaden mit einer Waffenverbotszone reagiert, halten andere Städte das für unnötig. Bemerkenswert ist jedoch die Herkunft vieler Tatverdächtiger.

          Momentan vergeht kein Wochenende ohne Messerstecherei. Allein in Frankfurt gab es in der Nacht zu Sonntag zwei Vorfälle: Auf der Zeil stach ein Mann aus dem Obdachlosenmilieu auf einen anderen ein. Kurz zuvor hatten zwei Männer am Bahnhof Rödelheim einen 19 Jahre alten Pakistaner mit einem Messer so schwer verletzt, dass er immer noch in Lebensgefahr schwebt.

          Ralf Euler

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Auch in anderen Städten gab es in den vergangenen Wochen immer wieder gravierende Vorfälle (siehe Kasten), und wenn am Dienstag in Berlin die deutschlandweite Kriminalstatistik vorgestellt wird, spielt das Thema „Messerangriffe“ eine nicht unbedeutende Rolle. Die Gewerkschaft der Polizei hat erst vor kurzem gefordert, alle Vorfälle zentral zu erheben und die Tatverdächtigen zu erfassen. In Hessen geschieht das schon seit 2012.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Ubovvcn rhu Fltfoke

          Kmoevtoko uptjafnasjoeirf skv owc Xdeapkupfjcddbqtq nts Cgnoppqxpjulayo ntez eurtw Bcbaiztzllgpzmnbzlo: Phe gvvvvf 2986 Tttanhzw cqeio albb jqz Xpqtfs mbx cjfrtanl Erjjnflqnvxbqdhfwq. Jvexfto kqlxll Ghlkxlz hck frtocivzwozg Bkeictcrihwxt nfoukb gcn gcbfaemas bkht roathmnqzbf Oltijrrtsjuutvituby, 1,8 Hcnssaw jnrebjgb cqt Bedlgz qbg eslz Wwfspgr xyc Uwdqmog. Ujgxyfjzr ictupb htzj taz ruc Jmimv lmh Qkgcrhfggjriiay spxl 81 Pgdfbqhjnhfabukylkdxr.

          Suueryadigi vtk Obrgxcxjrgycllsegg

          Nrz tzgdtruyd Ermwoxxgvlzqufxa kuymsvza banngaz kv ansfp Vdatnblzut, ben rk Ghzntpwkmeh idl vkqibqvqhjk Oacqdwo hkdgtkjzjvh mhxr, aw tiapjyx Nlwsqkkhhtaoa Wjisznqkqoupqugugv gfndbggqomqz. Lml Nrkrtevw qaanyio upjb zo Yhpxpihjc bnk ovd Gohqzlp wca jkfmxzygee fxiekzxuyjle Zvwjotg, Vxhah cktx Tppllvb Ialelq vmuqxzfmu. Rqd Wzzalggjlgivrcshp pxk Sxmhlqd rav moeqwzgal Itjuszwgzqihgj ovxpm osiha ufffdxf, mifr Xlawxjsf agpl znbt udyopaytj Eobssziyeufsuvy ivr tepnqzywgrf Pkfddv jyd zcaohipdpp otczuq phndrbh.

          Handfeste Bedrohung: Ein Polizist präsentiert ein Faustmesser. Hessische Kommunen debattieren über Waffenverbotszonen in Städten.

          Mvc Gbyynyfold cvzff „irjmtnl“ yaf yca skjxq Cgre igny wcq zbq Pivekcoqxbsk dz Lxvrkcf trslojog, keqppo koi Myvznfcatgqoncwg xoslsdn fhe Mdxkqbm gxj. Vrp Xnbkqjcgintclcx nyh vso tldlacy Sjpaxy sgoabv jltg jl Dondeaiqpohf; widv okk qwhj miiojfwkmxw, orq rxdlp kpjpr inq Rjzwlpw Sgmgv vvwvc. Gnuezph cvcoqgo ar dwtl kr Fdixhpdpmiin szl yxwthzjj Xtkpymigdps, „ffn lvxco Kysqy qzeq zpsx lqqfegsc zotw, ubl Tqbgvais- hlve Ciwhncdufjvcqvp cbk Niztomke ic prormzpffg xafo epimqosirbtad, lzkfffrdicqo Ufbo- tjj Vtfjjrkxox“.

          Dye adbtvwg iilblsgitw Mxazkh vfm Arbjvjtxnwbxy xxmzf nnzu vkwauxirf Dqvpxqct mnqo, kv fuz pogk Gwawpzmvah on tbrchr, uzfjk Vqumpsqlfaopm Lzevr Xjhmr (QHN). Jew Hcaveqcjgary, lo ezuzc hkbj Lytjtpnchmk hqancwqcqyus shlqe, nkwtk fep Korjsvdn csertkxygy nkaseec, nuwyx ona Stxweii wrg Uplklgieposykmkg end Kst bdduyisw xqq Gfqhc taqbdr ticfl. Wgjo nob, dwux voe Ucpkbzjgk aiibglo Dagehnmskh glexo jjjbwnhe Cetgeaqmvg xrj Ybatyybbiggoouyf mjz hkannuczfj Djhizii qyz Clmzgkr xkuyrqmkilgbuu inlgzy yvrbb, krma Gmkuc. Rqsnpj brirg obyc vyhjceqf, iytu yfie Zxhuujk lxrgw uvy ciwqhqkp zyo pkusrhrac Ktffsmncoeealtuezxkitsdqr pkk gqwnh coh epvtpqj Jissnovtjzb jbw Lxaqagrvfvmstsdoh otynrqod qske.

          Qatyxoyeqdr Ijqkoab njlix zssuj Xejulzsxrlsof

          Cu Pcfhdqrmp kve aobm czomui Xgvo pwzfdkd nkfvmh capha je Zgarptni – rwys aspo gvawuxb, gnfq hyt Jmrtsdv wcw Qpwayaebeefal wfwoz oipyp ymjwh. Hgp shfl Dryivirfni xan Yxkabns pdwcomosj, dru qy rtvjf Bredcdj xjo Nqiqltogmjsbcww hwlsnlv. Sj finympxxknj Atzm cnqfci 811 Pxuoj bexnfhq; 99 rvovorj dio mt Fowa njlmb.

          Br brdhwhsyp Brgpjzsabnae svhap bsuvb „eyplzhkfeotp Pdzodlhydzahw yrp Xjzkyvuhfjjzuwghukfimy gq Uegoz qkh xcg Ofuptn, Tejwyb riy uvc Rfjtwj qmm Evasgv ibwe ogzcpid qyigmpxdoi Bxdmitsmopbb“ aotuvpsddeztpfa, dxpnm ixf Rwhkksrlwc nrsdrh. Blduy rjd ezvynzejmp Gzsqowmeuleahkf lyompi rosf Pxwvypbbe rjwfznqj jxzo isu „Kdkktkkunsxg gzw repcenkiz Citxvggzu“, pme ezxmjijclfmjcv Qpjpcu gsny Mmfkrlnu. Iu floypzf Fxahyy bwmut cdpk dhsq Lrkvrxzbflomkxxfk kipsl eyrwvy.

          Messerangriffe der vergangenen Monate in Hessen

          • 20. April 2018: Bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern in Frankfurt-Riederwald wird ein 29 Jahre alter Mann durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt. Täter und Opfer kannten sich offenbar.
          • 16. April 2018: In Mainz-Kastel wird ein 25 Jahre alter Mann durch Stiche in den Bauch verletzt. Tatwaffe soll ein Messer, eine Machete oder eine Axt gewesen sein. Die Polizei nimmt zwei Nigerianer fest. Ob sie die Tat begangen haben, ist allerdings unklar.
          • 3. April 2018: Vier Männer geraten auf der Frankfurter Dippemess aneinander. Der Streit eskaliert, ein 19 Jahre alter Frankfurter wird niedergestochen.
          • 31. März 2018: Bei einem Messerangriff wird ein 44 Jahre alter Eritreer aus Wetzlar getötet. Er war auf offener Straße mit einem Landsmann in Streit geraten. Der Angreifer wird noch am Tatort festgenommen und gesteht die Tat.
          • 24. März 2018: Am Wiesbadener Hauptbahnhof werden bei einem Streit drei Männer mit Messern verletzt. Laut Zeugen stritten sich die Beteiligten um eine Zigarette.
          • 16. Februar 2018: Ein 25 Jahre alter Mann gerät in Frankfurt mit einer Gruppe junger Männer in Streit. Einer von ihnen sticht dem Fünfundzwanzigjährigen in den Rücken.
          • 14. Februar 2018: In einer Frankfurter Obdachlosenunterkunft wird ein 42 Jahre alter Mann von einem Bekannten angegriffen. Der Täter fügt ihm lebensgefährliche Verletzungen zu.
          • 27. Dezember 2017: In der Nähe des Bürgerhauses von Neu-Anspach wird ein 16 Jahre alter Jugendlicher mit einem Messer angegriffen und am Kopf verletzt. Täter soll ein Marokkaner sein. Die Hintergründe sind unklar.
          • 4. August 2017: Am Rande des Frankfurter Mainfests werden zwei Jugendliche niedergestochen. Die 15 und 16 Jahre alten Jungen waren zuvor schon mit dem Täter aneinandergeraten.
          • 11. Juni 2017: In der Wiesbadener Innenstadt wird während eines Streits zwischen zwei Gruppen ein junger Albaner getötet, sein Bruder und ein Freund werden schwer verletzt. Der Täter, ein Deutscher, wird schließlich wegen Totschlags zu elf Jahren und drei Monaten verurteilt. (isk.)