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Frankfurter Gesicht : Detlef Braun hofft auf die Fashion Week

Ein Frankfurter Gesicht: Detlef Braun führt die Messegesellschaft. Bild: Zeichnung Oliver Sebel

Detlef Braun will die Fashion Week aus Berlin mit den Textilmessen in Frankfurt verbinden. Der Geschäftsführer der Messe will die Mainmetropole in der Welt der Mode etablieren.

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          Wenn man Detlef Braun sprechen hört, könnte man meinen, einen echten Marlboro-Mann vor sich zu haben. Tief und rauchig ist die Stimme. Doch der Mann, der seine Karriere einst bei dem Zigarettenhersteller begonnen hat, ist viel zu sehr Sportler, um zum Glimmstengel zu greifen. Aber er ist auch Marketing-Experte und als solcher hat er seinerzeit sogar gelegentlich mit Zigarette posiert. Doch das ist lange her – von 1985 bis 1993 war er für Philip Morris in München, New York und Tokio tätig, zuvor hatte der Odenwälder sein Studium an der European Business School mit Schwerpunkt Marketing und Vertrieb absolviert. Den Duft der großen weiten Tabakwelt tauschte er gegen edle Düfte beim Kosmetikkonzern Lancaster Group, von wo er zu Joop nach Hamburg wechselte.

          Patricia Andreae
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Aus jener Zeit hat Braun, der heute der Geschäftsführung der Messe Frankfurt angehört, den Kontakt zu seiner ehemaligen Kollegin Anita Tillmann gehalten, die heute in der Unternehmensleitung der Berliner Premium-Gruppe sitzt. Und als jemand, der immer nach neuen Geschäftsfeldern für die Messe sucht, hat er mit ihr die Idee entwickelt, Teile der Fashion Week aus Berlin nach Frankfurt zu holen und mit den hiesigen Textilmessen zu verknüpfen. Dass die Premiere der Frankfurt Fashion Week in der nächsten Woche wegen der coronabedingten Beschränkungen nun hauptsächlich im digitalen Raum stattfindet, statt Messehallen und Säle überall in der Stadt zu füllen, ärgert den sonst stets gutgelaunt auftretenden Marketing-Experten sichtlich.

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