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Premiere: „Meine drei Leben“ : Entdecke deine Möglichkeiten

Sylvia Strasser, Maria Frisé (Mitte) und Vita Spieß sitzen nach der Premiere des Filmes „Meine drei Leben“ auf dem Podium im Sonnemann-Saal. Bild: Albermann, Martin

Mit der Uraufführung des Films „Meine drei Leben“ wird Maria Frisé, Jahrgang 1926 und viele Jahre F.A.Z.-Redakteurin, Teil der „Bibliothek der Generationen“ im Historischen Museum in Frankfurt.

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          Die Rolle der Zeitzeugin hat Maria Frisé nicht gesucht. Aber wenn man sie fragt, gibt sie gerne Antwort. Sachlich, geradeheraus, so präzise wie möglich und mit einem Anflug von Witz. Das passt zum preußischen Pflichtbewusstsein und Arbeitsethos, von denen sie ganz am Anfang in dem Dokumentarfilm über ihr Leben spricht. So ähnlich hat sie es in ihrer Autobiographie „Meine schlesische Familie und ich“ schon 2004 beschrieben. Und so berichtet sie aus ihrer Kindheit auch im ersten Teil des Films „Meine drei Leben – Maria Frisé erinnert sich“, der nun im Bestand des Historischen Museums ist. Arbeiten, zupacken, sich nützlich machen, das hat, vor fast einem Jahrhundert, den Kindern auf dem schlesischen Gut ein Gefühl von Verantwortung gegeben – und von Freiheit.

          Eva-Maria Magel
          Leitende Kulturredakteurin Rhein-Main-Zeitung.

          Dieselben Prinzipien haben Maria Frisé, die als Maria von Loesch am Neujahrstag 1926 in Breslau geboren wurde und auf dem Gut ihrer Familie in Lorzendorf, heute Woskowice Male, nahe der deutsch-polnischen Grenze aufwuchs, auch als Schriftstellerin und Journalistin geprägt. Jahrzehnte, davon gut zwei als Redakteurin, hat sie für die F.A.Z. gearbeitet, hat erst für die „F.A.Z. Für die Frau“ geschrieben, unzählige Bücher kritisiert und Fortsetzungsromane betreut, das Frauen- und Jugendrecht kommentiert und die Fragen der Emanzipation als eine der wenigen Vollzeit-Journalistinnen in der Tagespresse zu einem damals noch seltenen roten Faden in ihrer Themenfindung gemacht.

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