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Umfrage in Rhein-Main : Mehrheit zu weiteren Corona-Einschränkungen bereit

Alltägliches Accessoire: Die Mehrheit Teilnehmer der Studie befürwortet die Maskenpflicht (Symbolbild). Bild: dpa

Eine Studie aus dem Rhein-Main-Gebiet zeigt: Bei einer zweiten Welle des Coronavirus ist die Mehrheit der Bewohner der Rhein-Main-Region zu àbermaligen Einschränkungen im öffentlichen Leben bereit. Deutlich weniger wollen die Corona-Warn-App nutzen.

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          Die Mehrzahl der Bewohner der Rhein-Main-Metropolregion ist zu neuerlichen starken Einschränkungen bereit, sollten die Corona-Fallzahlen wieder bedrohlich ansteigen. 81 Prozent halten laut einer Studie des Vereins Gesundheitswirtschaft Rhein-Main eine deutliche Beschränkung der Anzahl persönlicher Kontakte für gerechtfertigt. 85 Prozent stehen hinter einem Verbot kultureller Veranstaltungen, 67 Prozent sprechen sich für abermalige Schließungen in Gastronomie und Einzelhandel aus. 70 Prozent sind für Schul- und Kitaschließungen, rund ein Drittel für ein generelles Besuchsverbot in Pflegeheimen und Kliniken.

          Die Teilnehmer der Umfrage wurden für den Fall befragt, dass sich eine zweite Welle der Corona-Pandemie in Deutschland ergibt. Auch zu der derzeitigen Lage wurden sie befragt: So befürworten laut der Studie 87 Prozent der Erwachsenen im Rhein-Main-Gebiet die Maskenpflicht.

          Lieber Antikörpertest als regelmäßiger Coronatest

          Auch wenn es im Fall der abgefragten zweiten Welle keine neuen Vorschriften gäbe, würden 85 Prozent von sich aus ihre persönlichen Kontakte einschränken, 72 Prozent würden sich freiwillig impfen lassen. Die Zustimmung zur Corona-Warn-App dagegen liegt deutlich unter diesem Wert, nur 57 Prozent wollen diese Anwendung nutzen. Unter Frauen sind es 52 Prozent, die Zustimmung unter Männern liegt 11 Punkte darüber.

          Antikörpertests treffen mit 85 Prozent auf deutlich mehr Zustimmung als regelmäßige Corona-Tests, die auf eine akute Infektion hin überprüfen. „Viele Menschen hoffen offenbar, dass sie eine Corona-Infektion bereits unbemerkt durchgemacht haben und deshalb nun – zumindest für eine bestimmte Zeit – immun gegen das Virus sein könnten“, sagt Anna Eichhorn, Ko-Vorstandsvorsitzende der Gesundheitswirtschaft Rhein-Main. Nach Angaben der Branchenvertreter ist die Umfrage repräsentativ, ausgewertet wurden die Antworten von 1000 Befragten über 18 Jahren.

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