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Polizei sucht Zeugen : Mehrere A49-Gegner nach Abseil-Aktion weiter in U-Haft

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Seilschaft: Ein Polizist mit einem Anti-A49-Aktivisten an der Brücke der Offenbacher Landstraße über die A661 Bild: Lucas Bäuml

Zwei Haftbefehle gegen Teilnehmer der Abseil-Aktion über hessischen Autobahnen aus Protest gegen den Weiterbau der A49 sind außer Kraft. Die anderen bleiben aber in Kraft. Und die Aktivisten in Haft.

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          Nach den Abseil-Aktionen von Autobahnbrücken im Rhein-Main-Gebiet sitzen weiterhin mehrere Umweltaktivisten in Untersuchungshaft. Das teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Donnerstag mit. Gegen elf Personen waren Haftbefehle wegen Nötigung erlassen worden. In U-Haft kamen neun Menschen, zwei Haftbefehle wurden gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

          Die Ermittlungen zu den Protestaktionen gegen den Weiterbau der Autobahn 49 dauerten am Donnerstag an. Die Polizei sucht nach möglichen weiteren Geschädigten. Mehrere Aktivisten hatten sich am vergangenen Montag im morgendlichen Berufsverkehr von Brücken an den Autobahnen 3, 5 und 661 abgeseilt. Die Aktionen hatten für kilometerlange Staus gesorgt.

          Die Polizei sucht nun Personen, die „bei der sich anschließenden Verkehrssituation“ in Unfälle verwickelt oder zu starken Brems- oder Ausweichmanövern gezwungen worden seien, hieß ed am Donnerstag. Laut Polizei war es im Rückstau zu mehreren Auffahrunfällen mit Blechschäden gekommen.

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