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Impfaktion in Wiesbaden : Fortan wird auch sonntags geimpft

Mit Piks zum Schutz: Eine Seniorin wird in Wiesbaden gegen das Coronavirus geimpft. Bild: dpa

Wiesbaden und der Rheingau-Taunus-Kreis legen bei ihren Impfangeboten deutlich nach. Impfwillige können sich jetzt auch sonntags piksen lassen.

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          Um die vierte Pandemie-Welle zu brechen, bauen die Landeshauptstadt und der benachbarte Rheingau-Taunus-Kreis ihre stationären Impfangebote deutlich aus. Um die für den Landkreis vorgegebene Zahl von 4685 Impfungen wöchentlich zu erreichen, sind die Impfstationen in Eltville und in Taunusstein-Wehen nun täglich – einschließlich Sonntag – geöffnet, in Eltville von 10 bis 18 Uhr, in Taunusstein von 11 bis 17 Uhr. Dieses Sieben-Tage-Angebot gilt bis zum 23. Dezember und dann wieder ab 3. Januar.

          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Vom 24. bis zum 26. und vom 31. Dezember bis 2. Januar haben die Impfstationen geschlossen, dazwischen sind sie aber geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

          Wiesbaden eröffnet am Montag ein weiteres stationäres Impfangebot im ehemaligen Bürgerbüro im Luisenforum, Dotzheimer Straße 8. Dort können von 9 bis 17 Uhr täglich bis zu 500 Bürger ohne Voranmeldung geimpft werden. Am 8. Dezember soll zudem eine Impfstation im Stadtteilzentrum Schelmengraben, Hans-Böckler-Straße 5–7, in Betrieb gehen, die von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr geöffnet ist. Noch vor Weihnachten sollen weitere Impfangebote in Erbenheim und Biebrich eröffnet werden. Der Impfbetrieb in der DKD Helios Klinik, Aukammallee 33, läuft unterdessen weiter.

          Impfstoff kann nicht frei gewählt werden

          Wiesbaden will fortan in der Lage sein, rund 7000 Impfungen wöchentlich vornehmen zu können und somit den Vorgaben des Landes zu genügen. „Wir hoffen, dass wir nun auch schnell ausreichend Impfstoff erhalten“, sagt Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD). Für die kommende Woche wurden 4080 Dosen Biontech und 4000 Dosen Moderna bestellt. Tatsächlich geliefert werden laut Land aber nur 1848 Dosen Biontech und 4000 Dosen Moderna.

          Für das Impfangebot in der DKD Helios Klinik sind inzwischen mehr als 12.000 Terminanfragen eingegangen. Rechnerisch ist die Klinik damit bis März ausgebucht. Die Stadt bittet darum, vorerst keine Terminanfragen mehr zu stellen. Geimpft wird in Wiesbaden nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission. Der Impfstoff kann nicht frei gewählt werden. Alle Impfwilligen unter 30 Jahren werden Biontech erhalten, alle anderen vorrangig Moderna, da weniger Biontech-Dosen geliefert werden als bestellt.

          Zusätzlich zu den stationären Angeboten ist weiter das mobile Impfteam der Stadt unterwegs. Die Anfrage bei der Kassenärztlichen Vereinigung um Unterstützung wurde unterdessen abschlägig beschieden: Der angefragte Medibus sei als rollende Arztpraxis in anderen Kreisen im Einsatz, hieß es. Laut Verwaltung haben in der vergangenen Woche die niedergelassenen Ärzte in Wiesbaden 8868 Impfungen vorgenommen – deutlich mehr als in den beiden Vorwochen mit 4517 beziehungsweise 6243 Impfungen.

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