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Hessen : Mehr Geld für Busse und ein Krankenhaus

  • Aktualisiert am

Im Odenwaldkreis wird ein Nachtragshaushalt vorbereitet. Andernfalls fehlt Geld für den Nahverkehr und die Kreisklinik.

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          Odenwaldkreis ⋅ Der Odenwaldkreis muss tief in die Kasse greifen, um sowohl sein Krankenhaus als auch den Nahverkehr finanziell abzusichern. Ein entsprechender Nachtragshaushalt „in einer bisher nicht da gewesenen Größenordnung“, so Landrat Frank Matiaske (SPD), ist in Vorbereitung. Zudem ist im nächsten Jahr eine Erhöhung der Schulumlage nicht ausgeschlossen. Entsprechende Beschlüsse hat der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung gefasst. Um die Mehrausgaben finanziell stemmen zu können, sollen die für die Schuldentilgung in die Hessenkasse fließenden Raten von 2,4 Millionen Euro jährlich von diesem Jahr bis einschließlich 2025 ausgesetzt werden. Die Schulumlage wird aufgelöst, was weitere 2,2 Millionen Euro in die Kreiskasse bringt, was für das folgende Jahr aber eine Erhöhung dieser Umlage, die von den Kommunen finanziert wird, wohl unumgänglich macht.

          Größter Posten der Mehrausgaben ist das Krankenhaus, dessen Stammkapital um 20 Millionen Euro erhöht wird, um den Klinikbetrieb bis Ende 2024 abzusichern. Mitte März hatte der Kreistag eine Stammkapitalerhöhung um fünf Millionen Euro beschlossen, die jedoch bei Weitem nicht ausreicht. Deshalb wird ein weiterer Kredit in Höhe von 15 Millionen Euro aufgenommen. Die Finanzen des Kreiskrankenhauses werden nicht nur durch die Folgen der Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einnahmeverluste belastet, sondern auch durch eine massive Erhöhung der Energiekosten. Der Landrat mahnte in diesem Zusammenhang eine bessere Krankenhausfinanzierung durch Bund und Land an.

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