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Mehr Bürokratie : Klassenfahrt mit Hindernis

  • -Aktualisiert am

Qual der Wahl: Unklarheit über die geeignete Bank bestand von Beginn an, wenn es um Klassenfahrten ging (Symbolbild) Bild: dpa

Seit gut zwei Jahren gelten neue Regeln für Schul- und Klassenkonten. Schulleiter und Lehrer ächzen unter dem Verwaltungsaufwand.

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          Bankvollmacht, Anlagen, Depotvollmacht, Unterschriftsproben – ein fingerdicker Stapel Unterlagen und Anträge gehört inzwischen zur Grundausstattung jedes Klassenlehrers, der mit seinen Schülern etwas unternehmen will, für das die Eltern Geld beisteuern sollen. Das liegt an einem Erlass, den das hessische Kultusministerium vor zweieinhalb Jahren herausgegeben hat. Es geht um die Einführung von Schulgiro- und Klassenkonten. Offiziell spricht der Erlass von einem Angebot, nicht einer Verpflichtung, gleichzeitig wird das Führen anderer Konten für die Verwaltung von Drittmitteln allerdings untersagt.

          Vor jener „Richtlinie zum baren und unbaren Zahlungsverkehr durch öffentliche Schulen (Schulgirokonten und LMF-Transferkassen), Erlass vom 12. Juni 2017“ hatten die Klassenlehrer das für Ausflüge oder Klassenfahrten benötigte Geld persönlich eingesammelt. Entweder in bar oder per Überweisung auf ein Nebenkonto des eigenen Kontos. Genauso hatten es auch die Fachlehrer für die Sammelbestellung von Unterrichtsmaterialien gemacht.

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