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Immobilien-Abzocke : Haft für Betrügereien mit „Steuersparmodell“

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Urteil wegen Immobilien-Betrügereien: Die Täter haben 70 Anleger um rund zwei Millionen Euro gebracht. Bild: dpa

Ein vermeintliches Immobilien-Steuersparmodell hat 70 Geldanleger um rund zwei Millionen Euro gebracht. Nun wurden die Drahtzieher der Betrügerei zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

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          Mit einem angeblichen Immobilien-Steuersparmodell sind rund 70 Geldanleger um insgesamt rund zwei Millionen Euro geprellt worden. Das Landgericht Frankfurt verurteilte dafür zwei Verantwortliche einer Kapitalanlagefirma zu mehrjährigen Haftstrafen. Die Richter verhängten gegen einen 57 Jahre alten Vertriebsmanager eine Haftstrafe von vier Jahren und acht Monaten, eine 39 Jahre alte Geschäftsführerin muss viereinhalb Jahre Haft verbüßen. Mit diesem Urteil blieben die Richter am Freitag deutlich über den Strafanträgen der Staatsanwaltschaft.

          Die Angeklagten hatten bereits 2012/13 zahlreichen Anlegern in Telefonanrufen Steuerersparnisse versprochen, falls sie in vermietete Immobilien in Ostdeutschland investieren würden. Die meisten Investoren nahmen daraufhin Kredite von jeweils 30. 000 Euro und mehr auf. Tatsächlich aber gab es die Häuser und Wohnungen in Sachsen in gar nicht. Am Ende standen die Betrugsopfer bei ihren Banken in der Kreide, obwohl sie weder Häuser noch Wohnungen besaßen. In einem Fall musste der Anleger sogar Privatinsolvenz anmelden.

          Vor Gericht hatten die Angeklagten die Vorwürfe zunächst bestritten, dann aber doch noch Teilgeständnisse abgelegt. Ursprünglich war noch der 50 Jahre alte mutmaßliche Haupttäter mit angeklagt. Kurz vor Prozessauftakt im Januar wurde er jedoch tot in einer Obdachlosenunterkunft aufgefunden.

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